30 Mio. Euro für Familien – Anträge jetzt möglich

Familien in Not können nun einen Antrag auf Unterstützung stellen. Es gibt maximal 3.600 Euro Corona-Hilfe.

Ab sofort können Familien mit Kindern, die durch die Krise unverschuldet in Not geraten sind, Unterstützung aus dem Corona-Familienhärtefonds beantragen. Er ist mit 30 Millionen Euro dotiert. Ein Informationsblatt, die Richtlinien und das Antragsformular gibt es auf der Website des Familienministeriums.

Die Voraussetzungen im Überblick

Die Familie hat ihren Hauptwohnsitz in Österreich und hat zum Stichtag 28.02.2020 für mindestens ein im Familienverband lebendes Kind Familienbeihilfe bezogen. Mindestens ein im gemeinsamen Haushalt lebender Elternteil, der am 28.02.2020 beschäftigt war, hat aufgrund der Corona-Krise seinen Arbeitsplatz verloren oder wurde in Corona-Kurzarbeit gemeldet.

Für selbstständig Erwerbstätige gilt, dass mindestens ein im gemeinsamen Haushalt lebender Elternteil aufgrund der Corona-Krise in eine finanzielle Notsituation geraten ist und zum förderfähigen Kreis natürlicher Personen aus dem Härtefallfonds der Wirtschaftskammer zählt. Außerdem darf das aktuelle Einkommen der Familie eine bestimmte Grenze - gestaffelt nach Haushaltsgröße - nicht überschreiten.

Maximal 3.600 Euro

Die Höhe der Zuwendung wird laut Ministerium im Einzelfall geprüft und hängt von der Anzahl der Personen im gemeinsamen Haushalt und dem Alter der Kinder ab. Als Basis wird ein Familienfaktor errechnet: Faktor 1 für den Antragsteller, Faktor 0,6 für den zweiten Elternteil, Faktor 0,4 für alle Kinder unter 10 Jahren, Faktor 0,6 für alle Kinder zwischen 10 und 15 Jahren, Faktor 0,8 für alle Kinder über 15. Dieser Familienfaktor wird mit 300 multipliziert und ergibt die Zuwendung pro Monat für die jeweilige Familie. Die Obergrenze beträgt 1.200 Euro pro Familie und Monat. Da eine Zuwendung aus dem Corona-Familienhärtefonds für bis zu drei Monate möglich ist, bekommt eine Familie also maximal 3.600 Euro.

"Wir wollen Familien in dieser schweren Zeit bestmöglich unterstützen. Unser Ziel ist daher eine unbürokratische Abwicklung", so Familienministerin Christine Aschbacher (ÖVP). Erste Auszahlungen werden ab Anfang Mai erfolgen.

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