Am Westufer der Stadt Luxor ist den Forschern ein spektakulärer Fund gelungen.
In der Nekropole von Scheich Abd el-Kurna haben Experten der niederländischen Universität Leiden eine Grabstätte entdeckt, die rund 3.000 Jahre alt ist.
Das Grab wird einem Mann namens Paser zugeschrieben. Anhand des künstlerischen Stils der Inschriften gehen die Archäologen davon aus, dass es aus der Ramessidenzeit stammt.
Das ägyptische Tourismus- und Antikenministerium bestätigte den Fund am Sonntag (12. Juli). Das Grab folgt dem traditionellen Aufbau der sogenannten thebanischen Gräber aus dem Neuen Reich, das von 1570 bis 1069 v. Chr. datiert wird.
Die Grabstätte besteht aus einem offenen Hof, der zu einer in den Fels gehauenen Kapelle in Form eines umgekehrten "T" führt. Darunter befinden sich unterirdisch angelegte Grabkammern.
Im Hof fanden die Archäologen mehrere gut erhaltene Bauelemente. Darunter eine Lehmziegelbank zum Aufstellen einer Totenstele und eine Stiege, die, von Rampen flankiert, zum Eingang führt.
Im Inneren des Grabes entdeckten die Forscher Inschriften mit dem Namen Paser. Diese zeigen ihn beim Verehren verschiedener Gottheiten in Schreinen sowie gemeinsam mit seiner Frau sitzend vor einem Opfertisch.
Ägypten präsentiert regelmäßig spektakuläre archäologische Funde. Die Behörden hoffen, damit den Tourismus wieder anzukurbeln, der für das Land eine wichtige Einnahmequelle ist. Luxor beherbergt einige der bedeutendsten antiken Monumente der Welt.