Wintersport

Hellseherin zockte Ski-Star in Hühner-Ei-Affäre ab

Eine Hellseherin behauptete, sie könne eine ehemalige Skiläuferin von "negativen Strahlen" befreien. Nun muss die 50-Jährige vor Gericht. 
Heute Redaktion
23.12.2020, 14:02

Die Staatsanwaltschaft Korneuburg hat nun gegen die angebliche Hellseherin Anklage erhoben. Der 50-Jährigen wird laut "Heute" vorliegender Anklageschrift schwerer gewerbsmäßiger Betrug zur Last gelegt. Fünf weitere Frauen sollen betroffen sein. 

Die angebliche Hellseherin soll die ehemalige Skiläuferin zufällig auf der Straße angesprochen und ihr erklärt haben, sie könne ihre Probleme lösen, erklärte der ehemaligen Skiläuferin dann, die Ex-Partnerin ihres Lebensgefährten würde "negative Strahlen" aussenden. Um einen "schlechten Wurm" loszuwerden, hatte die Skiläuferin ein in ihr Nachthemd gewickeltes Hühnerei auf den Bauch legen müssen. 

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Münz-Sammlung "verstrahlt"

Nach der ersten Sitzung in einem Kaffeehaus hatte die Ex-Skiläuferin sofort 2.500 Euro abgehoben und der vermeintlichen Hellseherin übergeben. Außerdem war sie an die Goldmünzensammlung der Ex-Sportlerin gekommen, indem sie behauptete, die Münzen seien "verstrahlt" und müssten gereinigt werden. Die Münzsammlung hat einen Gesamtwert von 30.646 Euro. 

Die Anwälte Philipp Wolm und Werner Tomanek verteidigen die Verdächtige.
Sabine Hertel

Weiters wird der 50-Jährigen ein Einbruch vorgeworfen, sie soll am 27. Juni 2020 in ein Haus in Ebreichsdorf eingedrungen sein. Dabei habe sie einen Tresor geöffnet, Schmuck und Bargeld im Wert von 40.000 Euro an sich genommen. Die Verhandlung ist für den 3. Februar 2021 anberaumt. Für die vermeintliche Hellseherin – sie wird von den renommierten Wiener Anwälten Philipp Wolm und Werner Tomanek vertreten – gilt die Unschuldsvermutung. 

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