3:1-Sieg mit zehn Mann für Bayern "keine Glanzleistung"

Die Bayern waren mit dem 3:1-Erfolg in Fürth nicht restlos zufrieden.
Die Bayern waren mit dem 3:1-Erfolg in Fürth nicht restlos zufrieden.Imago Images
Die Bayern haben zum Auftakt der sechsten Runde in der deutschen Bundesliga nichts anbrennen lassen, schlugen Greuther Fürth zu zehnt mit 3:1

Thomas Müller (10.), Joshua Kimmich (31.) und ein Eigentor von Sebastian Griesbeck (68.) hatten den klaren Bayern-Erfolg gegen das Bundesliga-Schlusslicht fixiert, in Unterzahl nach Rot gegen Benjamin Pavard (48.) gelang dem Außenseiter der Ehrentreffer durch Cedric Itten (87.). 

"Keine Glanzleistung"

Trotzdem war die Dominanz des deutschen Rekordmeisters augenscheinlich. Die Bayern verzeichneten 67 Prozent Ballbesitz, ließen das Spiel auch in Unterzahl nicht kippen. Restlos zufrieden waren die Spieler des deutschen Serienmeisters jedoch nicht, wie Kimmich nach dem Spiel bei "DAZN" klarstellte. "Das war keine Glanzleistung", so der Schütze zum 2:0 selbstkritisch. 

"Wir hatten es auch in Unterzahl im Griff, es waren aber auch in der ersten Hälfte einige Fehler zu viel. Unterm Strich haben wir es aber verdient gewonnen", erklärte der deutsche Nationalspieler, lobte gleichzeitig die Moral der Mannschaft. "Der Charakter im Team ist super, wir haben Spieler, die gierig sind, wir wollen Spiele gewinnen, wir wollen Titel gewinnen. Auch solche Spiele, in denen wir wie heute als Favorit antreten, dass wir da nichts anbrennen lassen." 

"Chancen verdaddelt"

Ähnlich kritisch zeigte sich auch Führungstorschütze Müller. "Wenn man uns spielen sieht, sieht es teilweise ganz gut aus. Wir haben zwar drei Tore gemacht, aber wenn wir in die Zwischenräume gekommen sind, haben wir daraus zu wenig gemacht. Es waren dann zu viele Chancen, die wir verdaddelt haben. Das ist Meckern auf hohem Niveau, aber wenn uns ein Gegner Räume anbietet, müssen wir die nutzen", ärgerte sich der Offensivspieler. 

Und stellte klar: "Es geht vor allem darum, den Anschluss an unsere eigene Entwicklung nicht zu verlieren." 

Nagelsmann-Ärger über Gelb

Nüchterner sah es derweil Erfolgscoach Julian Nagelsmann. "Am Ende ist es wichtig, gegen den Aufsteiger zu gewinnen. Wir haben drei Tore gemacht. Das ist gut. Demnach ist das schon so in Ordnung", bilanzierte der 34-Jährige. 

Der auch den Ausschluss gegen Pavard bestätigte. "Da kann man Rot geben. Es ging auf die Achillesferse.", so der Bayer. Zu dieser Aktion hätte es allerdings gar nicht erst kommen dürfen. "Wir sind in der Situation zu träge, die Räume sind zu groß. Und auch die Grätsche war nicht notwendig, das hätten wir noch anders verteidigen können", so der Münchner Coach weiter. 

Deutlich mehr ärgerte den 34-Jährigen die erste gelbe Karte, die er für Kritik an Referee Robert Schröder kassierte. "Die war unberechtigt. Der Ball war nicht im Aus", polterte der Trainer-Shootingstar, der nun selbst in den Strafenkatalog blicken wird: "Die Spieler sollen mir sagen, was ich zahlen soll. Das spende ich dann für einen guten Zweck." 

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