In Hannover fand am Samstag eine Großdemo gegen das umstrittene transatlantische Freihandelsabkommen TTIP statt. Im Vorfeld des Besuchs von US-Präsident Barack Obama machten 35.000 Demonstranten ihrem Ärger Luft.
Kunstvolle Transparente, ein "trojanisches Pferd namens TTIP" und kreative Kritik an Merkel und Obama: So demonstrierten am Samstag mindestens 35.000 Menschen gegen das Handelsabkommen TTIP in Hannover. Der Veranstalter schätzte sogar 90.000 Teilnehmer.
35 Traktoren führten den Demo-Zug an. Ein großes "trojanisches Pferd" mit der Aufschrift "TTIP - ein Trojaner?" war auch dabei. Das ist vor allem eine Anspielung auf die geheimen Verhandlungen rund um das Abkommen zwischen der EU und den USA.
Zahlreiche Organisationen beteiligten sich an dem Aufmarsch. Umweltschutz-, Verbraucherschutz- und "Dritte Welt"-Organisationen haben Bedenken bezüglich ökologischer und sozialer Standards. Merkel will europäische Standards weltweit definieren, Kritiker fürchten eine Verwässerung.
Auch die grüne und linke Politiker teilen die Sorgen der Demonstranten. Grünen-Politiker Jürgen Trittin ist davon überzeugt, dass Obama und Merkel bei seinem Besuch in Hannover nun wesentliche Aspekte fixieren wollen.