Landesregierung in der Kritik

35.000 Euro für Olympia-Party – bezahlt aus Steuergeld

Trotz Spardruck fließen 35.000 Euro Steuergeld in eine Olympia-Veranstaltung. Land und Kammer verteidigen die Ausgabe – die SPÖ tobt.
Michael Pollak
23.01.2026, 16:02
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Das Land Vorarlberg und die Wirtschaftskammer stehen wegen einer geplanten Abendveranstaltung bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Cortina unter Druck. Konkret geht es um einen Finanzierungsbeitrag von 35.000 Euro, den das Land für das Event im "Austrian House" zuschießt – die Wirtschaftskammer will denselben Betrag beisteuern. Insgesamt kostet die Veranstaltung also 70.000 Euro.

Laut Landesfinanzreferent Markus Wallner (ÖVP) ist die Förderung gerechtfertigt: Es sei nachvollziehbar, dass sich die Vorarlberger Wirtschaft im Olympia-Umfeld präsentieren wolle berichtet der ORF. Auch Wirtschaftskammer-Obmann Karlheinz Kopf sieht die 70.000 Euro gut investiert. Man wolle dort den Wirtschafts- und Tourismusstandort Vorarlberg international bewerben – ein Abend mit vielen hochkarätigen Gästen biete dazu die ideale Gelegenheit.

Scharfe Kritik

Scharfe Kritik kommt von der SPÖ: Sie nennt die Förderung zynisch, zumal es gleichzeitig Kürzungen im Kinder- und Jugendsport gebe. Für sie sei es unverständlich, warum eine hochpreisige Abendveranstaltung Geld bekomme, während es an Investitionen in den Nachwuchs fehle. Die SPÖ brachte eine Landtagsanfrage ein.

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