36.000 Euro Prämie pro eingestelltem Flüchtling

Wirtschaftskammer-Chef Christoph Leitl lässt aufhorchen.
Wirtschaftskammer-Chef Christoph Leitl lässt aufhorchen.Bild: picturedesk.com
Wirtschaftskammer-Chef Christoph Leitl lässt in einem Gespräch mit der "FAZ" aufhorchen. Er will eine EU-weite Prämie für Firmen, die Flüchtlinge einstellen.
"Die Integration kann nur über die Betriebe laufen", sagt Leitl in einem Gespräch mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ). Statt über Flüchtlingsquoten zu streiten sei die Lösung für die EU-Mitgliedstaaten, Flüchtlinge in Unternehmen auszubilden und anzustellen.

Leitl hat da Zahlen im Kopf: Für jeden eingestellten Flüchtling soll ein Unternehmen eine Prämie bekommen. Konkret 1.000 Euro monatlich, drei Jahre lang, macht 36.000 Euro pro Flüchtling.

So ist die Finanzierung geplant

Finanziert werden soll die EU-weite Aktion durch die Kohäsionsfonds. Der Kohäsionsfonds wurde eigentlich für EU-Staaten mit einem Bruttonationaleinkommen pro Einwohner unter 90 Prozent des EU-Durchschnitts eingerichtet.

Sein Ziel ist der Ausgleich der wirtschaftlichen und sozialen Ungleichheit und die Förderung einer nachhaltigen Entwicklung. 63,4 Milliarden Euro flossen bisher in Transeuropäische Verkehrsnetze und andere Infrastrukturprojekte sowie Maßnahmen zum Umweltschutz.

CommentCreated with Sketch. zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. "Integrationsprämie"

"Die Integrationsprämie könnte helfen, europäische Solidarität nicht über eine Quote zu erreichen, was immer Verärgerung und Bevormundungsängste auslöst, sondern über ein Anreizmodell", wird Leitl zitiert.

Während durch diese "Integrationsprämie" Flüchtlinge besser in die Gesellschaft des jeweiligen Landes und den Arbeitsmarkt eingebunden werden sollen, solle es auch Hilfen für einheimische Langzeitarbeitslose durch den Fonds für Arbeit und Soziales geben. (red)

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