36 Bewohner in nö. Heimen und 15 Mitarbeiter infiziert

Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister: "Wir setzen alle diese Maßnahmen zum Wohle der uns anvertrauten Menschen um."
Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister: "Wir setzen alle diese Maßnahmen zum Wohle der uns anvertrauten Menschen um."Bild: iStock (Symbol), Kraus

Die strengen Regeln in den Heimen zeigen Wirkung: Nur 36 an Covid-19 erkrankte Bewohner bei gesamt fast 6.000 Pflegeplätzen wurden gemeldet. Aber: Im Betreuungszentrum Zwettl gab es gleich 17 Fälle.

Aktuell sind 36 erkrankte Bewohner sowie 15 erkrankte Mitarbeiter in den NÖ Pflege- und Betreuungszentren bekannt (Stand: Mittwochabend). Bei fast 6.000 Pflegeplätzen in den Zentren seien die Zahlen erfreulich, heißt es aus dem Büro von Sozial-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister (VP). Und: Es gab noch keinen Covid-19-Todesfall in einem nö. Pflegeheim.

Ein Ausreißer in der Bilanz ist freilich das Betreuungszentrum Zwettl, wo gleich 17 der insgesamt 103 Bewohner sowie fünf Mitarbeiter erkrankten. Jene Bewohner, die infolge negativ getestet worden waren, wurden vorsorglich ins PBZ Tulln gebracht, die Infizierten blieben, ein Teil von ihnen musste ins Spital.

Wegen ihres Alters sind Heimbewohner besonders zu schützen: „Vor diesem Hintergrund sind auch das Besuchsverbot und die weitgehende Sperre unserer Häuser zu verstehen", so Teschl-Hofmeister. Jedes der 48 Landespflegeheime erhielt ein detailliertes Handbuch, das sowohl Anleitung zum Schutz der Bewohner gibt, als auch den Mitarbeitern rasche Anleitung zur Versorgung geben soll.

Das Besuchsverbot in den nö. Pflege- und Betreuungszentren (NÖ PBZ) gilt für Angehörige, für Gäste/Tagesgäste und sonstige dritte Personen, aber auch für ehrenamtliche Mitarbeiter, da diese viel Kontakt zu anderen Menschen außerhalb der Häuser haben. Öffentliche Veranstaltungen und solche mit Beteiligung von Personen von außerhalb wurden abgesagt. Teilstationäre Angebote, zum Beispiel die Kurzzeitpflege wurden eingeschränkt. Eine Tagesbetreuung von Gästen in Tageszentren ist derzeit nicht möglich. Öffentliche Kaffeehäuser in den NÖ PBZ wurden geschlossen und Bautätigkeiten sind eingestellt.

„Wir setzen alle diese Maßnahmen zum Wohle der uns anvertrauten Menschen um. Unsere Teams leisten gerade auch in dieser besonderen Situation Außergewöhnliches. Ihr oberstes Ziel ist der Schutz und die Gesundheit unserer älteren Generation, die sich – auch in dieser Situation – darauf verlassen können, bestens betreut zu werden", so die Landesrätin.

Anders die Situation in einem steirischen Heim: Dort starben in den letzten Wochen gleich zwölf Menschen, die Staatsanwaltschaft ermittelt ("Heute" berichtete).

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