Polizei ermittelt nun wegen 12 Corona-Toten in Heim

Bild: picturedesk.com/APA (Symbol)

In einem chronisch unterbesetzten Pflegeheim in der Steiermark sollen 39 Bewohner mit dem Virus infiziert gewesen sein - zwölf starben, das Personal soll es einfach hingenommen haben.

Ein menschliches Drama soll sich in den vergangenen Wochen in einem steirischen Pflegeheim abgespielt haben. In dem 160-Betten-Heim sollen gleich 39 Bewohner mit Corona infiziert gewesen sein, zwölf Menschen starben binnen weniger Wochen.

Das schwer überforderte Personal hatte keine Schutzkleidung und soll sich einfach damit abgefunden haben. Bereits Anfang April stand die vorübergehende Schließung des Hauses im Raum - denn das Heim wurde aufgrund von Personalmangels nur noch von einem Not-Team geführt. Seit Beginn der Corona-Krise sind zwölf Menschen in diesem Heim gestorben - wie viele tatsächlich kausal an Corona, ist unklar.

Staatsanwalt am Zug

Eine Heim-Bewohnerin konnte die unsäglichen Zustände nicht länger ertragen und erstattete über die renommierte Grazer Anwältin Karin Prutsch Strafanzeige. Die Staatsanwaltschaft Graz leitete ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der grob fahrlässigen Tötung und der vorsätzlichen Gefährdung von Menschen durch übertragbare Krankheiten ein.

Laut Land Steiermark hätte es seit Anfang April (Anm.: 4. April war Amtssachverständiger da) keine weiteren Beanstandungen gegeben, die geforderten Maßnahmen wären durchgeführt worden. Für die Heimleitung und das Personal gilt die Unschuldsvermutung.

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