37 Tote und Facebook-Sperre nach Anschlag in Ankara

Eine Explosion erschütterte am Sonntag die türkische Hauptstadt Ankara. In der belebten Innenstadt sprengte sich mindestens ein Selbstmordattentäter in die Luft. 34 Menschen starben, 125 wurden verletzt, 19 davon schwer. Nach dem Anschlag verhängte die Regierung eine Nachrichtensperre - Facebook, Twitter und Co sind offenbar blockiert. Die Suche nach den Hintermännern hat begonnen, Regierungsstellen vermuten kurdische Beteiligung.

Eine Explosion erschütterte am Sonntag die türkische Hauptstadt Ankara. In der belebten Innenstadt sprengte sich mindestens ein Selbstmordattentäter in die Luft. 37 Menschen starben, 125 wurden verletzt, 19 davon schwer. Nach dem Anschlag verhängte die Regierung eine Nachrichtensperre - Facebook, Twitter und Co sind offenbar blockiert. Die Suche nach den Hintermännern hat begonnen, Regierungsstellen vermuten kurdische Beteiligung. 

Der Anschlag ereignete sich auf dem Kizilay-Platz an oder nahe einer beliebten Bushaltestelle. Ein Auto, beladen mit Sprengstoff wurde in die Luft gesprengt. Nicht sicher ist, ob ein oder zwei Selbstmordattentäter im Wagen saßen. Gesichert ist, dass ein Attentäter bei der Explosion starb.

Zivilisten als Ziel

Polizei und Krankenwagen rasten zum Park bei dem die Bombe explodierte. Besonders schlimm war, dass es sich beim Explosionsort um einen beliebten Nahverkehrsknotenpunkt handelt. Dadurch waren besonders viele Zivilisten vor Ort. Eine Überwachungskamera filmte den Moment der Explosion.

Patlama an?.
— S. Levent Ugurlu (@salihleventt)

Auf den ersten Fotos waren ausgebrannte Fahrzeuge und ein zerstörter Bus zu sehen, die Bombe explodierte offenbar genau zum Zeitpunkt als gerade ein Bus an der Haltestelle stehenblieb. Die Polizei warnte vor einer möglichen zweiten Bombe und riegelte den Platz ab. 

Facebook, Twitter und Co nicht erreichbar

Sofort nach dem Anschlag begannen sich Fotos und Videos in sozialen Netzwerken zu verbreiten. Die Regierung zog aber schnell die Notbremse. Ein Gericht in Ankara verhängte eine Sperre für Facebook und Co. Türkische User berichten, dass es seitdem schwierig sei, soziale Netzwerke aufzurufen. 

Erdogan: Terrorismus "in die Knie zwingen"

Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan will nach dem Anschlag den Terrorismus "in die Knie zwingen". Aus der EU, der USA, von UN-Generalsekretär Ban Ki-moon und sogar von Gegner Wladimir Putin kamen scharfe Verurteilungen der Tat. EU, USA und Nato sicherten der Türkei ihre Unterstützung zu. 

Anschlagserie: Schon mehrere hundert Tote

In den vergangenen Monaten ist es in der Türkei wiederholt zu Bombenanschlägen mit insgesamt mehreren hundert Toten gekommen. Dabei waren vor allem die Hauptstadt Ankara und Istanbul, aber auch die Kurdenregionen im Südosten betroffen.

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