In Niederösterreich sorgt ein ungewöhnlicher Fall für Aufregung: Ein Autofahrer fuhr kurz über ein Tankstellengelände und erhielt wenige Wochen später ein Anwaltsschreiben über stolze 372 Euro. Dabei hielt er sich nach eigenen Angaben nur 88 Sekunden auf dem Gelände auf.
"Ich war exakt eine Minute und 28 Sekunden auf besagtem Gelände", berichtet der Betroffene. Nach Rücksprache mit einem Anwalt und der Rechtsberatung des ÖAMTC sei ihm geraten worden, zunächst abzuwarten, ob tatsächlich Klage erhoben werde.
Wie chip.de unter Berufung auf die "Kronen Zeitung" berichtet, erfolgt die Überwachung per Kamera. Damit wird genau dokumentiert, wer das Gelände zum Tanken nutzt und wer nicht. "Die Preise sieht man auch von der Straße aus", erklärte der Tankstellenbetreiber.
Der Betreiber möchte den Vertrag mit der Überwachungsfirma nach eigenen Angaben zwar beenden, doch das sei erst zum Jahresende möglich.
Der Fall zeigt: Wer nur kurz an einer Tankstelle anhält, um zu wenden oder die Spritpreise zu vergleichen, sollte vorsichtig sein. Auf Tankstellengeländen gilt die jeweilige Hausordnung des Betreibers - etwa zu Parkflächen, Durchfahrten oder der Nutzung außerhalb des eigentlichen Tankvorgangs.
Wer die Regeln missachtet, riskiert je nach Verstoß einen Platzverweis oder muss mit weiteren Konsequenzen rechnen.