Die Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen in Österreich geht zwar zurück, dennoch sind noch immer fast 400.000 Menschen aktuell infiziert. Am Dienstag wurden 22.830 Neuinfektionen und 58 Todesfälle gemeldet.
Die Impfquote geht hingehen immer weiter bergab. Am Sonntag wurden lediglich 38 Erststiche verabreicht, wie aus den Daten des Gesundheitsministeriums hervorgeht. Insgesamt gab es an diesem Tag 719 Impfungen.
Mit dem Aussetzen der Impfpflicht ging die Bereitschaft in der Bevölkerung, sich impfen zu lassen, noch weiter zurück. Laut den Daten des Gesundheitsministeriums haben zumindest 6.814.128 Menschen in Österreich eine Dosis erhalten, den dritten Stich haben sich nur noch 4.783.345 Österreicher geholt.
Gesundheitsexperten zeigen sich aufgrund dieser Quote besorgt. Ende letzten Jahres sind österreichweit täglich mehr als 100.000 Personen gegen Covid geimpft worden. Jetzt sind es nur noch rund 3.000 pro Tag.
"Das wird uns noch ganz ganz große Probleme bereiten, vor allem wird das übertüncht durch eine Pseudosicherheit, wie die letzten beiden Jahre im Sommer. Wir haben jetzt den Peak möglicherweise schon überschritten", meinte unlängst Gesundheitsexperte und Regierungsberater Armin Fidler.
Im Herbst folge dann das große Zähneknirschen. Eine neue Infektionswelle zu dieser Jahreszeit gilt als äußerst wahrscheinlich.
Weiters laufen viele Impfzertifikate demnächst ab. Stand jetzt verlieren zum Ferienbeginn am 2. Juli 74.000 weitere Österreicher ihren Grünen Pass. Sich noch schnell vor Ablaufdatum des Grünen Passes eine vierte Impfung abzuholen geht jedenfalls nicht. "Aktuell gibt es keine allgemeine Empfehlung für eine vierte Impfung", heißt es dazu aus dem Gesundheitsministerium. Eine Lösung dafür gibt es bislang noch nicht.