4. Impfung – wer sie sich jetzt wirklich holen sollte

In Großbritannien wurde bereits der erste auf Omikron angepasste Impfstoff zugelassen. Die EU-Behörde prüft ihn nun.
In Großbritannien wurde bereits der erste auf Omikron angepasste Impfstoff zugelassen. Die EU-Behörde prüft ihn nun.Moritz Frankenberg / dpa / picturedesk.com
Bis zum Herbst will die EMA einen Omikron-Impfstoff zulassen. Erste Daten zeigen, dass dieser einen besseren Schutz bietet als bisherige Produkte.

Ein an die Omikron-Variante angepasster Impfstoff ist erstmals in den Großbritannien zugelassen worden. Die EU-Arzneimittelbehörde EMA prüft diesen 4. Booster von Moderna ebenso wie einen von Biontech/Pfizer.

"Bivalente Impfstoffe"

Bis zum Herbst will die EMA einen Omikron-Impfstoff zulassen. Die ursprünglichen Impfstoffe schützen zwar gut gegen schwere Verläufe, nicht aber gegen eine Ansteckung mit den Omikron-Variante. Es gebe bereits "bivalente Impfstoffe", die gegen die ursprüngliche Wuhan-Variante und gegen Omikron BA.1 wirken sollen, sagt Impfstoff-Expertin Christina Nicolidi im "Ö1-Morgenjournal".

Auch klinische Studien gegen die Varianten BA.4 und BA.5 laufen schon. Und Novavax arbeitet ebenso an einem angepassten Impfstoff. Bei jenen Impfstoffen, wo Vergleichsdaten vorliegen, zeige sich, dass die angepassten Impfstoffe einen besseren Schutz bieten als die bisherigen Produkte.

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"Wir sehen hier sehr vielversprechende Ergebnisse, der Zulassungsprozess ist schon sehr weit. Derzeit gilt die Empfehlung der österreichischen Impfkommission, die Personen über 60 und Risikopatienten jetzt schon zur vierten Impfung rät", sagt Herwig Ostermann, Geschäftsführer von Gesundheit Österreich, im "Ö1-Morgenjournal".

"Impfschutz nicht dauerhaft"

Um die Impfquote in Österreich zu steigern, empfiehlt der Experte offen zu kommunizieren. "Wir haben gute Daten bislang. Wenn es um schwere Verläufe geht, ist die Impfung ein effektives Mittel, um die Pandemie in Griff zu bekommen. Wir müssen der Bevölkerung klar kommunizieren, was der Nutzen ist. Allerdings ist der Impfschutz nicht dauerhaft. Da war man zu Beginn etwas zu hoffnungsvoll", so Ostermann.

Weniger Tests

Auch die Testbereitschaft hat in Österreich stark abgenommen. 39.500 Tests wurden von Montag auf Dienstag ausgewertet. Für Ostermann ist es daher wichtig, auf andere Signale zu achten, wie etwa Hospitalisierungen.

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