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4 Wege, zur "Klimaneutralen Stadt" beizutragen

Ideen und Lösungen für die klimaneutrale Stadt: Danach wird bis 8. Februar im Zuge einer Ausschreibung gesucht – in 4 spannenden Themenbereichen.

Irma Basagic
4 Wege, zur "Klimaneutralen Stadt" beizutragen
Im Rahmen der Mission "Klimaneutrale Stadt" engagieren sich Städte gegen den Klimawandel.
Foto: Getty Images/iStockphoto

Städte spielen eine zentrale Rolle in der Klimakrise: Sie verursachen etwa drei Viertel der globalen CO2-Emissione und verbrauchen 78% des weltweiten Energieverbrauchs. Umso wichtiger ist die Mission "Klimaneutrale Stadt" im Kampf gegen die Klimakrise.

13 Kleinstädte und 10 Großstädte in Österreich befinden sich bereits auf dem Weg in die Klimaneutralität: Als Pionierstädte schreiten sie voran, um anderen Städten als Leuchtturm zu dienen. Unterstützt werden Sie vom Klima- und Energiefonds sowie vom Klimaschutzministerium. Denn jede einzelne Stadt steht vor Herausforderungen, die nur gemeinsam zu bewältigen sind.

Die 13 Pionier-Kleinstädte

Die Klima-Pioniere teilen ihre Pläne, Fortschritte und Herausforderungen auf ihrem Weg zur klimaneutralen Stadt.

Klima-Pioniere in Niederösterreich und Oberösterreich
Klima-Pioniere in der Steiermark
Klimapioniere in Kärnten, Tirol und Vorarlberg

Die aktuelle Ausschreibung soll mehr Ideen und Lösungsvorschläge bringen, um den größten Herausforderungen zu begegnen. Sie richtet sich an alle AkteurInnen, die sich mit Forschungs- und Entwicklungsfragen im Zusammenhang mit der Klimaneutralität von Städten beschäftigen: von Einrichtungen für Forschung und Wissensverbreitung bis zu aktuellen und künftigen Pionierstädten.

In den folgenden vier Themenbereichen und Schwerpunkten wird bis 8. Februar 2024 nach Innovationen und Lösungen gesucht:

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    Urbane Technologien

    In der gebauten Umwelt der klimaneutralen Städte sollen ein geringer Ressourcenverbrauch, geringe Emissionen sowie die höchste Energieeffizienz erreicht werden. Dafür braucht es Technologien und Lösungen im Gebäude- und Energiebereich, die zu diesen Zielen beitragen. Das beginnt etwa bei Baustoffen und -materialien, die den Anforderungen einer Kreislaufwirtschaft gerecht werden.

    Gefördert werden innovative Vorhaben, unter anderem zu folgenden Aspekten:

    – Energieeffiziente, ressourcenschonende Lösungen im Bereich der technischen Gebäudeausstattung
    – Innovative Technologien sowie Low-Tech-Anwendungen für Gebäude und Quartiere mit Fokus auf erneuerbare Energien
    – Passive und aktive Schutzmaßnahmen vor sommerlicher Überwärmung in Gebäuden sowie angepasste Bauweisen zur Vermeidung von Kühllasten im Sommer
    – Kreislauffähige und nachwachsende Baustoffe, die von der Herstellung bis zum Rückbau klimaschädliche Emissionen vermeiden oder reduzieren.
  2. 2

    Urbane Systeminnovationen

    Der umfassende Wandel zur klimaneutralen Stadt braucht ein Zusammenwirken von technologischen, sozialen und ökologischen Innovationen im Gesamtsystem. Auch diese Systeminnovationen, die das "große Ganze" der klimaneutralen Stadt einbeziehen, werden im Zuge der aktuellen Ausschreibung gesucht. 

    Gefördert werden Systeminnovationen in zwei Bereichen:

    – Klimaneutralitätslösungen für (Pionier-)Städte: Neue Planungsprozesse, innovative Kombinationen von (digitalen) Technologien und die intelligente Nutzung von Daten – derartige Systeminnovationen sind notwendig, um die Klimaneutralität zu erreichen.
    – Transformative und soziale Innovationen im urbanen System: Neben technologischen Lösungen braucht die klimaneutrale Stadt vor allem ein Zusammenwirken aller AkteurInnen – von der Zivilgesellschaft über Verwaltung und Politik bis zu Forschung und Wirtschaft. Hier werden innovative Vorhaben gefördert, die sich etwa mit Finanzierungsmodellen, neuartigen Organisationsformen oder dem gemeinschaftlichen Teilen von Ressourcen beschäftigen.
  3. 3

    Urbane Pilotdemonstrationen und Pionierquartiere

    Den dritten Ausschreibungsschwerpunkt bilden die Demonstrationen prototypischer Technologien, Lösungen und Systeme zur Erreichung der Klimaneutralität in Städten. Anhand konkreter Gebäude und Quartiere soll die Umsetzung innovativer Projekte vorgelebt werden, die in Zukunft als Vorbild dienen können.

    Gefördert werden folgende Demonstrationsprojekte:
    – Demonstrationen von klimaneutralen Gebäuden        
    – Demonstrationen von klimaneutralen Quartieren     
    – Pionierstadtquartiere

    In den geförderten Demonstrationen klimaneutraler Gebäude sollen technologische Entwicklungen als Prototyp umgesetzt, die Integration in bestehende Energieinfrastrukturen ermöglicht und die ökonomische Machbarkeit demonstriert werden.

    Die Demonstrationsvorhaben auf Quartierebene sollen verschiedene Aspekte der Klimaneutralität möglichst umfassend integrieren – von der Energieversorgung über urbane Mobilität bis zu Klimawandelanpassungen.
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    F&E-Dienstleistungen: Klimaneutralitätsfahrpläne und mehr

    Neben den drei urbanen Ausschreibungsschwerpunkten wird auch im Bereich der F&E-Dienstleistungen nach innovativen Lösungen gesucht. Geförderte Angebote sollen unter Anwendung wissenschaftlicher Methoden neues Wissen zu vorgegebenen Ausschreibungsinhalten generieren.

    Von der Gestaltung des Straßenraumes vor Schulen bis zur Machbarkeit serieller Sanierungskonzepte soll in sechs verschiedenen Bereichen geforscht werden. Einer davon beschäftigt sich mit den Klimaneutralitätsfahrplänen für Pionier-Kleinstädte in Österreich. Er soll im Folgenden kurz beleuchtet werden. 

Klimaneutralitätsfahrpläne für Pionier-Kleinstädte

Alle österreichischen Städte, die zwischen 10.000 und 50.000 Einwohner:innen haben, können eine Pionier-Kleinstadt werden. Dazu müssen sie ein Förderungsansuchen einreichen und bekommen den Fahrplan gefördert. Dieser soll eine gesamtstädtische Vision zur Klimaneutralität bis 2040 umfassen sowie konkrete Ziele und Maßnahmen enthalten.

Um den Klimaneutralitätsfahrplan zu erarbeiten, unterstützt die Mission "Klimaneutrale Stadt" zusätzlich durch einen Begleitprozess, der unter anderem Präsenzveranstaltungen und Vernetzungsformate umfasst. So kommt es zum Austausch wertvoller Erfahrungen und wichtigen Wissens, von dem alle Pionierstädte profitieren.

Umweltfreundlich produzierte Energie, wie etwa mit der Hilfe der Photovoltaik, ist ein fester Bestandteil der <a rel="nofollow" href="https://www.klimafonds.gv.at/call/technologien-und-innovationen-fuer-die-klimaneutrale-stadt-2023/"><strong>Mission "Klimaneutrale Stadt"</strong></a>.
Umweltfreundlich produzierte Energie, wie etwa mit der Hilfe der Photovoltaik, ist ein fester Bestandteil der Mission "Klimaneutrale Stadt".
Foto: Getty Images

Zur Mission "Klimaneutrale Stadt" beitragen

Die Ausschreibung des Klima- und Energiefonds sowie des Klimaschutzministeriums läuft bis 8. Februar 2024. So lange haben Unternehmen, ForscherInnen, Kleinstädte und andere künftige Klima-Pioniere die Möglichkeit, ihre Projekte einzureichen und einen Teil des Weges zur Klimaneutralität mitzugehen. Mehr über die Förderungen gibt es hier.

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Foto: Klima- und Energiefonds
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