40 Tage, 40 Locations: Kultursommer mit Eintrittstests

2020 feierte der Kultursommer seine Premiere.
2020 feierte der Kultursommer seine Premiere.stadtwienmarketing/ Nikolaus Ostermann
Sechs Wochen lang wird Wien im Sommer zur Bühne. Geplant sind 1.000 Acts an 40 Standorten, verteilt über die ganze Stadt. Start ist Anfang Juli.

Die Infektionszahlen steigen weiter, die Kulturszene befinden sich weiter im Lockdown. Noch ist völlig unklar, wann der Betrieb wieder ohne Einschränkungen aufgenommen werden kann. Fix ist nur, der nächste Sommer kommt bestimmt. Die Stadt Wien hat deshalb eine Neuauflage vom "Kultursommer Wien" beschlossen. Über 2.000 Kunstschaffende sollen in 1.000 Auftritten auf 40 Bühnen und Locations die Wienerinnen und Wiener sechs Wochen lang mit einem vielfältigen, qualitativ hochwertigen Kulturprogramm unterhalten, kündigten Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) und Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler am Dienstag an.

"Wir haben bereits mehrfach bewiesen, dass mit Entschlossenheit und guten Konzepten auch während der Corona-Pandemie sichere Veranstaltungen möglich sind, welche die Lebensfreude fördern und die Wirtschaft beleben. Deshalb dreht Wien auch heuer wieder auf", erklärt Ludwig bei einem Pressegespräch. "Die Wienerinnen und Wiener können sich darauf verlassen, dass wir uns von den Herausforderungen der Pandemie, die schon über ein Jahr andauert, nicht entmutigen lassen. Wir suchen und finden Lösungen – für einen ereignisreichen und sicheren Sommer in Wien!"

"Auch für den Kultursommer 2021 gilt: Wir schaffen mit diesem Ereignis nicht nur Perspektiven für das Publikum, sondern auch für die Künstlerinnen und Künstler und die gesamte Eventbranche", ergänzt Kaup-Hasler. "Was mich besonders freut: Der Wiener Kultursommer ist auch zum Modell für andere Kulturstädte geworden, die für diesen Sommer ihren Bewohnerinnen und Bewohnern auch Kultur anbieten wollen."

Bühnen sind in der ganzen Stadt verteilt

Sechs Wochen lang – von Anfang Juli bis Mitte August – werden rund 40 Locations mit mehr als tausend Acts bespielt. Neben den bewährten Standorten aus dem Vorjahr (2., Kaiserwiese, 6., Naschmarkt, 10., Oberlaa, 14., Muthsamgasse, 19., 12.-Februar-Platz, 20., Wallensteinplatz, 21., Donauinsel) sind heuer neue Standorte geplant, etwa im Herderpark (1110), in Neu Marx (1030), im Kongresspark (1160), in Alt Erlaa (1230), im Mühlschüttel-Park (1210) oder bei der Janis-Joplin-Promenade in der Seestadt (1220).

Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) und Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler (2. v. li.) mit Nadine Cobbina (re.) und Jürgen Partaj vom künstlerischen Board.
Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) und Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler (2. v. li.) mit Nadine Cobbina (re.) und Jürgen Partaj vom künstlerischen Board.Denise Auer

Je nach Größe der Bühne soll es wieder Höchstgrenzen für die Zahl der Besucher geben. Gespielt wird Donnerstag bis Sonntag, wobei zwei "Acts" pro Abend gezeigt werden und das stadt wien marketing soll für die Einhaltung der vorgeschriebenen Corona-Präventionsmaßnahmen sorgen und ein Sicherheitskonzept erstellen. Kaup-Hasler kann sich jedenfalls FFP2-Masken, Abstand halten und getestetes Publikum vorstellen.  "Das sind absolut sichere Parameter", so die Kulturstadträtin.

Von Austropop bis Zirkus

Und was dürfen die Besucher erwarten? Von Austropop über Poetry Slam und Elektronik bis Schlager und Zirkus soll alles dabei sein. Mit an Bord sind auch heuer die "Public Moves" in Kooperation mit ImPulsTanz - Vienna International Dance Festival. Auf drei Bühnen – darunter der Arkadenhof im Wiener Rathaus – werden die Wiener eingeladen, unter der Anleitung von professionellen Choreografen an kostenlosen Tanzworkshops teilzunehmen. Ausgebaut werden sollen auch die Gartenkonzerte in den "Häusern zum Leben" für ältere Menschen. 

Künstler können sich jetzt bewerben

Wer beim "Kultursommer Wien 2021" auftreten möchte, kann sich auf www.kultursommerwien.at anmelden. "Wir freuen uns sehr auf die Einreichungen für den Kultursommer Wien 2021 – sowohl von etablierten Künstlerinnen und Künstlern, als auch von Menschen, die ganz neu in der Stadt sind. Denn diese haben noch kein Netzwerk und bekommen durch den Kultursommer die Chance, die Wienerinnen und Wiener für sich zu gewinnen", erklärten Nadine Cobbina und Jürgen Partaj vom künstlerischen Board und appellierten an alle Kunst- und Kulturschaffenden: "Reicht eure Vorschläge ein. Denn das Publikum erwartet euch auf der Bühne".

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