Drei Tage nach dem verlorenen Fight im ÖFB-Cupfinale (2:4 gegen den LASK nach Verlängerung) musste sich Altach am Montag in der drittletzten Ligarunde dem Wolfsberger AC daheim – sichtlich geschwächt – deutlich geschlagen geben. Trotz früher Führung gingen die Vorarlberger 1:4 unter.
Wolfsberg gab damit im Saisonfinish die Rote Laterne an Blau-Weiß Linz ab. Die Oberösterreicher haben zwei Punkte Rückstand.
Srdjan Hristic sorgte in Minute zehn für den Blitzstart und Jubel bei den Heimfans im Ländle. Der Stürmer traf mit einem sehenswerten Schuss ins lange Eck. Die anfänglich gute Stimmung sollte nach knapp einer halben Stunde verfliegen.
Der sonst so starke Altach-Rückhalt Dejan Stojanovic griff bei einem eigentlich harmlosen Kopfball von Christoph Baumgartner daneben, bugsierte das Leder ins eigene Netz (27.). Der Goalie sah anschließend auch beim Freistoß von Rene Renner nicht gut aus, der an der Mauer vorbei ins lange Eck abschloss und das Spiel damit drehte (32.). In der Halbzeit folgte eine mögliche Erklärung: Stojanovic blieb, von Schwindel und Übelkeit geplagt, in der Kabine.
Angelo Gattermayer (70.) und Simon Piesinger (77.) sorgten nach Seitenwechsel für klare Verhältnisse. Altach schien, nur kurz nach den kräftezehrenden 120 Minuten in Klagenfurt, die Energie für ein Aufbäumen zu fehlen.
Das könnte noch ernste Konsequenzen haben. Obwohl auf Platz 2 der Abstiegsgruppe platziert, haben die Altacher nur mehr drei Punkte Vorsprung auf Linz und den letzten Platz. Wattens und der GAK sind punktegleich mit den Vorarlbergern, der WAC nur einen Punkt dahinter. Der Kampf um den Klassenerhalt wird zum Krimi.
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