Bittere Szenen in Deutschland: Holstein Kiel hat mit einem 2:0 gegen Eintracht Braunschweig den Klassenerhalt fixiert – doch eine Fan-Reaktion rund um ÖFB-Legionär Stefan Schwab erhitzt die Gemüter.
Der 35-Jährige wurde in der 65. Minute eingewechselt, kassierte dabei jedoch Pfiffe von den eigenen Anhängern. Hintergrund dürfte die bisher enttäuschende Saison des ehemaligen Rapid-Kapitäns sein, der nach seinem Sommer-Wechsel nach Kiel deutlich weniger Einsatzzeit bekam als erhofft.
Die Reaktion von Teilen der Fans stieß intern auf wenig Verständnis. Mannschaft, Trainer und Kapitän stellten sich nach dem Spiel demonstrativ hinter den Mittelfeldspieler.
Kapitän Jonas Meffert fand deutliche Worte: "Das geht für uns als Mannschaft überhaupt nicht. Schwab ist für uns unfassbar wertvoll – auf und neben dem Platz. Er hilft jedem Spieler, bringt Erfahrung rein und hat uns gerade in schwierigen Phasen extrem unterstützt. Er gehört zu 1000 Prozent zu uns."
Auch Trainer Tim Walter kritisierte die Pfiffe klar. "Er ist einer von uns. Einer von Holstein Kiel. Stefan ist ein herzensguter Mensch und ein überragender Fußballer. Er ist ein Leader, gibt immer Vollgas und hilft jedem einzelnen Spieler. Wenn Menschen unsere eigenen Spieler auspfeifen, müssen sie das mit sich selbst ausmachen. Ich finde das nicht gut."
Brisant: Es ist nicht das erste Mal, dass Schwab von den eigenen Fans kritisch bedacht wurde. Zuletzt hatte sogar ein Vorsänger der Kurve die Pfiffe öffentlich missbilligt.