47 Robbenbabys auf Helgoland vermisst

Auf der Nordseeinsel Helgoland hat Orkan "Xaver" offenbar ein Tierdrama verursacht. 47 Baby-Kegelrobben werden seither auf der Düne vermisst. Das Unwetter war mitten in der Wurfsaison über die Insel hereingebrochen.

Auf der Nordseeinsel Helgoland hat Orkan "Xaver" offenbar ein Tierdrama verursacht. 47 Baby-Kegelrobben werden seither auf der Düne vermisst. Das Unwetter war mitten in der Wurfsaison über die Insel hereingebrochen.

"Die Weibchen robbten über die Strände und suchten ihre Jungtiere, und die Jungtiere robbten und riefen und quakten nach ihrer Mutter", schilderte Helgolands Naturschutzbeauftragter Rolf Blädel die Situation. Von den 141 Robbenbabys, die in diesem Winter auf der Nordseeinsel geboren wurden, habe er nur noch 94 entdeckt.
Der lokale Tourismusdirektor sprach von einem ungewöhnlichen Vorgang. Bei einem großen Sturm hätten die Jungtiere nicht viel Zeit, sich ins Innere der Düneninsel zu bewegen.

Kegelrobben bringen ihren Nachwuchs im November und Dezember auf den Stränden der Düne zur Welt. Gegen Wind und Kälte schützt die 10 bis 14 Kilogramm schweren Jungtiere normalerweise ihr dichtes Fel

Helgoland selbst war während des Orkans nach Angaben der Gemeindeverwaltung glimpflich davongekommen. Für die vorgelagerte Düne falle eine erste Schadensbilanz jedoch erschütternd aus. So habe der Sturm rund 50.000 Kubikmeter Sand von den Stränden weggerissen. Das entspreche etwa dem zehnfachen Volumen des Helgoländer Wahrzeichens, der Felsnadel "Lange Anna".

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