5.000 Festnahmen nach Terroranschlag in Pakistan

Eine Taliban-Gruppe hat sich zu den blutigen Anschlägen in Lahore am Ostersonntag bekannt. Unter den 72 Toten sind viele Kinder, nun wurden mehr als 5.000 Menschen festgenommen und verhört, wie der Staatsminister der Provinz mitteilte.

Es gab Razzien in mehreren Städten, von den mehr als 5.000 Festgenommenen bleiben 216 für weitere Verhöre hinter Gittern. Das teilte Rana Sanaullah, Staatsminister der Provinz Punjab am Dienstag mit.

Die Einsätze waren groß angelegt: Gegen "Mitglieder verbotener Organisationen" richtete sich die Aktion, "verdächtige Terroristen und Helfer" wurde aufgegriffen. Wieviele davon wirklich an dem Bombenanschlag neben einem Spielplatz am Ostersonntag beteiligt waren, wird sich erst herausstellen.

Bei den Razzien wurde eine riesige Menge Munition sichergestellt. Der Attentäter war ein 28-jähriger Mann aus Süd-Punjab, der Medienberichten zufolge an einer Religionsschule für die brutale Terrorgruppe rekrutiert wurde.

20 Kilo Sprengstoff

Bisher wurden 72 Menschen als tot gemeldet, 35 von ihnen waren Kinder. Weitere 350 Menschen wurden verletzt. Zehn Tote konnten noch nicht identifiziert werden, da man laut Regierungsangaben noch immer dabei ist, die von vielen Krankenhäusern gelieferten Listen zusammenzuführen, könnte die Opferzahl noch steigen.

In der Millionenstadt Lahore wurde eine dreitägige Trauerzeit ausgerufen, die Sicherheitsmaßnahmen für öffentliche Orte wurden auch in anderen pakistanischen Städten verstärkt.

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