Wien

50 Anrufe täglich: Freiwillige für Kältetelefon gesucht

Ab 2. November sind die Leitungen des Caritas Kältetelefons wieder freigeschalten. Für den reibungslosen Betrieb braucht es aktuell noch Freiwillige.

Yvonne Mresch
"Wir suchen noch mindestens zwanzig Personen für den kommenden Winter", sagt Susanne Peter, leitende Sozialarbeiterin und Teamleiterin beim Caritas Kältetelefon.
"Wir suchen noch mindestens zwanzig Personen für den kommenden Winter", sagt Susanne Peter, leitende Sozialarbeiterin und Teamleiterin beim Caritas Kältetelefon.
Caritas Wien

Während vielerorts über steigende Heizkosten in den Wohnungen debattiert wird, haben Wiens Obdachlose mit anderen Problemen zu kämpfen. Der Winter naht und damit auch die Hochsaison für das Caritas Streetwork. Bereits zum zehnten Mal startet am 2. November das Kältetelefon. Waren es zu Beginn noch 500 Anrufe pro Saison, meldeten sich die Wiener im vergangenen Jahr über 8.000 Mal bei Leiterin Susanne Peter und ihren Kollegen.

"Ein Anruf kann Leben retten!"

"Ruft jemand an, nehmen wir die Daten auf und machen eine erste Notfallabklärung", so die leitende Sozialarbeiterin der Gruft, die auch heuer appelliert, sich die Nummer (01/480 4553) einzuspeichern und im Zweifel immer anzurufen: "Besser einmal zu viel, jeder Anruf wird von uns ernst genommen und kann auch Leben retten!"

Um trotz Coronawelle und Krankenständen einen reibungslosen Ablauf am Kältetelefon gewährleisten zu können, werden derzeit dringend Freiwillige gesucht. Aktuell sind rund 50 Ehrenamtliche in der Einrichtung tätig, die in 23 Sprachen informieren. Mindestens 20 werden noch gesucht. Wer helfen möchte, sollte vor allem eines mitbringen: Flexibilität. Mindestens ein Mal pro Woche sollte man im Einsatz sein, die Dienste zwischen 6 und 24 Uhr dauern zwischen vier und viereinhalb Stunden. Gute Deutschkenntnisse sowie Grundkenntnisse am PC sind ebenfalls wichtig. 

Kältetelefon bis Ende April besetzt

Freiwillige erhalten nach einem ersten Kennenlernen und Info-Abend eine Einschulung sowie die Möglichkeit zum Schnuppern bei Kollegen. "Später bieten wir auch verschiedene Veranstaltungen und Weiterbildungen an. Wir sind natürlich bestrebt, unsere Freiwilligen zu halten, denn sie leisten eine wertvolle Arbeit", so Peter.

Eine davon ist Beatrix, die seit Herbst 2019 dabei ist: "Ich habe damals einen Beitrag im Fernsehen gesehen und war total begeistert. Mich macht es immer sehr betroffen, wenn ich jemanden auf der Straße sehe, von dem ich vermute, dass er hier auch übernachten muss. Und mich hier einzuklinken und Menschen dabei zu unterstützen, für die Nacht einen warmen Platz zu finden, erfüllt mich mit Freude", erzählt sie. Das Kältetelefon ist noch bis Ende April besetzt. Interessierte können sich direkt an die Caritas wenden. Mehr Infos finden Sie hier.

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