Vergleich mit Deutschland

500 Euro "Trottl-Zuschlag" – nächstes Produkt teurer

Sogar fürs Schlafen zahlt man hierzulande deutlich mehr als im Nachbarland. Ein Matratzenkäufer ist über den Österreich-Aufschlag verärgert.

David Winter
500 Euro "Trottl-Zuschlag" – nächstes Produkt teurer
Ein Kunde ist sauer, weil dieselbe Matratze in Österreich fast 500 Euro mehr kostet als in Deutschland.
Foto: Screenshot "Emma Elite AirGrid Matratze"

Der nächste Preis-Hammer erschüttert die Österreicherinnen und Österreicher. Die allgemeinen Teuerungen belasten die Menschen hierzulande nach wie vor stark. Jetzt kommt raus: Sogar fürs beim Schlafen zahlt man deutlich mehr als im Nachbarland.

Im März sind die Preise in Österreich fast doppelt so stark gestiegen wie in der restlichen EU. Laut Statistik Austria beträgt die Inflation derzeit 4,2 Prozent. Der Wert ist dramatisch: Nach Rumänien und Ungarn hat Österreich die dritthöchste Inflation. In Frankreich beträgt der Preisanstieg 2,4 Prozent, in Deutschland sogar nur noch 2,2 Prozent.

Und auch beim Blick auf den Kassazettel bekommen Kundinnen und Kunden in Österreich regelmäßig einen Schock. Beim Einkauf müssen Sie im Vergleich mit Deutschland deutlich tiefer ins Geldbörsel greifen. Das gilt auch für Matratzen:

"Trottl-Zuschlag": Rund 500 Euro mehr in Österreich

Das erst 2015 gegründete Start-up "Emma" zählt mittlerweile zu beliebter Herstellern für Matratzen. In unabhängigen Tests wurden Emma-Matratzen schon mehrfach als Sieger ausgezeichnet: etwa für Haltbarkeit, Umwelteigenschaften oder Schadstoffe.

Die Matratze "Emma Elite AirGrid Komfort" wird als "innovativ", "regenerativ" und "luxuriös" beworben. Luxuriös ist in Österreich besonders der Preisaufschlag, wie der Blick in den Onlineshop zeigt: Die 180x200 Zentimeter-Matratze "Elite AirGrid Komfort" kostet im Österreich-Shop 2.799 Euro. Im Deutschland-Shop ist die gleiche Matratze derselben Größe schon um 2.319 Euro zu haben. Einzig der Name ist geringfügig anders.

Der Hersteller verlangt also einen Österreich-Aufschlag von fast 500 Euro, auf Social Media macht ein Kunde seinem Ärger Luft. "Da fällt mir nichts mehr ein", schreibt ein verärgerter Kunde auf der Social Media-Plattform "Reddit". "Trottl-Zuschlag für uns in Österreich, weil wir nur suder, raunzn und dann doch kaufen", kommentiert ein anderer Social Media-User.

Der Kundenservice begründet die Preisunterschiede in den verschiedenen Ländern mit unterschiedlichen Herstellungs- und Transportkosten. Diese müssten auf die einzelnen Länder angepasst werden.

dm sogar 30 Prozent teurer

Doch die "Emma" ist mit dieser Preispolitik nicht alleine: Der Österreich-Aufschlag gilt auch für Mannerschnitten, Gösser-Bier oder Drogerieprodukte. Gösser-Radler (0,5 L)  bekommt man in Deutschland um nur 89 Cent, der Standardpreis in österreichischen Supermärkten beträgt 1,49 Euro, wie ein "Heute"-Leser kürzlich feststellte.

Wie "Heute" berichtete, kosten auch Drogerieartikel in Österreich deutlich mehr als in Deutschland. Bestes Beispiel: dm Haferdrink Natur (1 L), in Deutschland nur 0,95 Euro kostet, in Österreicher dafür fast genau das Doppelte: 1,85 Euro. Eine Untersuchung der Arbeiterkammer kommt zu einem ähnlichen Ergebnis: Demnach kostet ein Warenkorb mit den 116 gleichen Drogeriewaren in Österreich rund 30 Prozent mehr als in Deutschland.

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    Denise Auer

    Auf den Punkt gebracht

    • In Österreich sind die Preise für verschiedene Produkte deutlich höher als in Deutschland, was die Verbraucher verärgert
    • Ein Matratzenkäufer zeigt sich empört über den "Trottl-Zuschlag" von fast 500 Euro, den der Hersteller für denselben Artikel in Österreich im Vergleich zu Deutschland verlangt
    • Zusätzlich belasten die allgemeinen Teuerungen die Menschen in Österreich, da die Inflation im März fast doppelt so hoch wie in der restlichen EU ist
    dkw
    Akt.