500 Millionen iPhones von Sicherheitslücke bedroht

Sicherheitsexperten warnen vor einer Sicherheitslücke bei iPhones und iPads: Kriminelle nutzen diese möglicherweise bereits seit Jahren aus.

IT-Experten der Firma Zecops aus den USA warnen: Bei den Betriebssystemen, die auf iPhones und iPads installiert sind, gibt es möglicherweise gravierende Sicherheitslücken. Angreifer könnten dort unbemerkt eindringen und schädliche Software auf den Geräten installieren. Kriminelle sollen sogar die Kontrolle über die Geräte übernehmen können, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.

Versteckt sei die Sicherheitslücke in der vorinstallierten Mail-App. Angreifer müssten ihren Opfern eine E-Mail zusenden, um diese Lücke auszunutzen. Die große Gefahr dabei: Es sei nicht unbedingt nötig, dass die Benutzer die gefährlichen E-Mails öffnen. Die schädliche Software könne auch ohne Interaktion des Besitzers auf die Geräte geladen werden. Noch fieser: Hacker können offenbar die schädlichen E-Mails per Fernsteuerung löschen. Die Benutzer wissen als unter Umständen nicht einmal, dass ihr Gerät Schadsoftware enthält.

Sicherheitslücke besteht seit 2012

Bemerkt hatte Zecops die Lücke, nachdem Geräte von Kunden merkwürdigerweise abgestürzt seien. Die Schwachstellen würden also bereits jetzt ausgenutzt, schreibt die Firma in einem Statement. Enthalten sei die Schwachstelle bereits seit dem Betriebssystem iOS 6. Dieses System wurde 2012 mit dem iPhone 5 eingeführt. Laut der Firma besteht das Problem in der aktuellen Betaversion von iOS 13.4.5 jedoch nicht mehr. Wann diese für Nutzer verfügbar sein wird, ist unklar.

Das Problem habe Zecops an Apple gemeldet. Die Sicherheitslücke habe die Firma aber trotzdem publik machen wollen. Denn: Man geht davon aus, dass Kriminelle von der Entdeckung der Schwachstelle erfahren haben und nun so viele Ziele wie möglich angreifen wollen, bevor das Problem behoben wird.

Apple hat sich bisher nicht zum Problem geäußert. Wer sich vor der Sicherheitslücke schützen will, hat momentan zwei Möglichkeiten: Entweder man nutzt die vorinstallierte Mail-App nicht mehr, oder man installiert die öffentliche Betaversion von iOS oder iPad OS 13.4.5. Da Betaversionen jedoch noch Fehler enthalten können, tue man dies auf eigene Gefahr.

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