Tabakovic-Doppelpack

5:1! Salzburg fertigt Rapid mit Machtdemonstration ab

Rapids Liga-Lauf endet mit einer kräftigen Watsch'n bei Red Bull Salzburg. Die Wiener gehen im Topspiel 1:5 unter und verlieren Platz 1 an den LASK.
Sport Heute
02.09.2026, 22:23
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Kalte Dusche für Rapid! Anstatt der Rückeroberung der Tabellenführung setzte es für die Hütteldorfer am Mittwochabend im fünften Saisonspiel in Salzburg eine 1:5-Packung. Die "Bullen" überholten Rapid mit dem vierten Ligasieg und sind erster Jäger von Titelverteidiger und Leader LASK.

Salzburg sitzt den Linzern mit zwei Zählern Rückstand im Nacken. Für Rapid setzte es nach dem makellosen Start die erste Niederlage in der Liga, nach dem Conference-League-Qualiaus gegen Heart of Midlothian den zweiten großen Dämpfer der noch jungen Saison.

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Die Statistik

Salzburg – Rapid 5:1 (3:0)

Ballbesitz 50:50 Prozent

Schüsse 16:17

Torschüsse 9:4

Ecken 2:6

Zweikämpfe 52:40

Salzburg überrumpelt Rapid

Klare Kampfansage gleich zu Beginn: Ex-Austrianer Haris Tabakovic schockte die Gäste schon nach vier Minuten mit dem ersten Treffer, tanzte Jannes Horn im Sechzehner aus und schoss mit einem satten Abschluss zum 1:0 ab. Kapitän Nikolas Veratschnig legte in der 15. Minute nach, Tabakovic (21.) schnürte seinen Doppelpack. Der Traumstart der Hausherren war perfekt. Rapid, das am Ball eigentlich mutig und gefällig in die Partie gestartet war, präsentierten sich in der Defensive völlig ungeordnet.

Auffällig: Im ersten Spiel nach dem Verkauf von Mittelfeld-Star Romeo Amane (für 6,5 Millionen zu Anderlecht) konnte Salzburg vor der Rapid-Abwehr schalten und walten, wie es beliebte.

Die Gastgeber verwalteten mit der komfortablen Führung im Rücken das Spiel, erhöhten in Person von Edmund Baidoo (46.) nach dem Seitenwechsel wieder mit einem Blitztor auf 4:0 und machten damit endgültig alles klar.

Das kleine Aufbäumen von Rapid war Chefsache: Matthias Seidl (51.) traf per Fernschuss sehenswert zum 1:4. In der 62. Minute verpasste er abermals aus großer Distanz nur knapp seinen zweiten Treffer. Ansonsten biss sich die Offensive der Hütteldorfer aber ein ums andere Mal die Zähne an der gegnerischen Abwehr ab. Speziell das Innenverteidiger-Duo – Abwehrchef Kevin Boma und das erst 19-jährige ÖFB-Talent Valentin Zabransky – machte eine gute Figur.

Karim Konate (90.) sorgte in der Schlussphase für den 5:1-Endstand. Der erst 19-jährige Bartosz Mazurek lieferte dabei seinen zweiten Assist des Abends. Der Pole dominierte gemeinsam mit Ex-Veilchen Abubakr Barry das Mittelfeld über die gesamte Spielzeit.

Für Rapid geht es am Samstagabend (20.30 Uhr) mit dem Zweitrundenmatch im Cup bei Austria Klagenfurt weiter. Vor der mehrwöchigen Länderspielpause folgen in der Liga das Gastspiel in Wolfsberg (12. September) und ein Heimspiel gegen Wattens (18. September).

Für Salzburg geht es im Cup am Sonntag (17 Uhr) nach St. Pölten. Zwischen den Ligaspielen in Ried (11. September) und gegen Sturm (20. September) erfolgt am 17. September bei Levski Sofia der Auftakt in die Europa-League-Ligaphase.

Die Rapid-Stimmen

Trainer Johannes Hoff Thorup: "Nach den drei schnellen Toren war es natürlich schon ein anderes Fußballspiel. Mit den Situationen in und um den Strafraum herum sind wir nicht gut umgegangen. Sie sind ein starkes Team. Wir haben viel zu viele Räume angeboten."

"Unser Start ins Spiel war eigentlich ganz gut. Aber sie haben uns heute für die Fehler eiskalt bestraft. Da waren auch Szenen dabei, die keine großen Chancen waren. Aber es war insgesamt viel zu wenig von uns. Defensivarbeit ist die Headline des Spiels. Es war die erste richtige Niederlage, eine schwere Niederlage. In Salzburg kann man immer verlieren. Man muss immer Respekt haben von der Leistung. Wenn du vorne und hinten nicht ganz griffig bist, kommt so ein Resultat raus. Es wird keine einfache Heimfahrt. Wenn wir uns wiedersehen, werden die Köpfe wieder nach oben gehen."

Auf die Frage, ob er einen defensiveren Sechser im Mittelfeld braucht? "Wir haben keinen Geldautomaten und nicht die großen Möglichkeiten, uns viel zu bewegen. Das Spiel heute hat schon gezeigt, dass da Verbesserungspotenzial ist. Mit dem Ball haben wir unsere Momente. Gegen den Ball ist das ein Thema, mit dem wir uns beschäftigen."

Kapitän Matthias Seidl: "Wir haben es nicht gut verteidigt. Unser Pressing hat nicht gut funktioniert. Wir waren immer einen Schritt zu spät. Salzburg hat es gut gemacht, war extrem ruhig am Ball. Wir waren dann in der Mitte offen und verteidigen es nicht gut. Wir haben dann trotzdem versucht, an das zu glauben, dass wir das noch drehen können. Die letzte Konsequenz hat gefehlt, der letzte Pass. Dann geht Salzburg als verdienter Sieger vom Platz."

"Das Tor – der ist gut gekommen. Ich habe mir vorgenommen, dass ich öfter schieße, ich habe einen guten Schuss."

Abwehrchef Nenad Cvetkovic: "Der Frust ist sehr groß. Wir haben viel mehr erwartet von diesem Spiel. Wir hatten auch mehr Möglichkeiten, ihnen wehzutun. Aber sie haben gefühlt mit jedem Angriff ein Tor geschossen. Wir haben zu wenige Zweikämpfe gewonnen. Wenn du gegen so ein Team spielst, wirst du bestraft. Wir haben es schon ein paar Mal geschafft als Mannschaft, wieder aufzustehen. Jetzt gilt es, Charakter zu zeigen."

Die Salzburg-Stimmen

Trainer Danny Röhl: "Mit Ball war das herausragend, was wir heute gespielt haben. Ich bin trotzdem ein Trainer und schau auf die Statistik und sehe ein ausgeglichenes Spiel. Im Ballbesitz waren wir brutal effizient. In der zweiten Halbzeit haben wir es ein bisschen anders wegverteidigt. Insgesamt würde ich sagen: Verdienter Sieg, aber das eine oder andere Tor zu hoch."

"Ich habe schon Respekt vor Rapid. Ich weiß, wie so ein Spiel sein kann. In so einem Spiel musst du 90 Minuten da sein. Die Jungs haben das hervorragend gemacht. Brutale effizienz, unterschiedliche Tore. Trotzdem muss man auch sehen: Wir sind gewohnt, 70 Prozent Ballbesitz zu haben. Heute waren es 50:50. Das werden wir auch international öfter haben."

Doppelpacker Haris Tabakovic: "Es war überragend. Rapid war echt auch gut, sie haben gute Kicker drin. Ich fand das von uns heute sehr, sehr gut."

"Wenn man mich an den Toren misst, ist es nicht so schlecht. Ich merke schon auch, dass meine Fitness immer besser wird und das Zusammenspiel bei uns funktioniert. Klar, als Stürmer ist die Priorität eins: Tore schießen. Aber Bälle halten, Pressing – auch das muss ich alles umsetzen."

"Beim Rapidsektor vorbei wurde ich nach meiner Auswechslung mit allen möglichen Gegenständen beworfen. Ich habe keine Reaktion gezeigt. Durch meine Vergangenheit bei der Austria hat sich da vielleicht etwas angestaut. Das gehört dazu zum Fußball."

Kapitän Nikolas Veratschnig: "Vor allem die erste Halbzeit hat Spaß gemacht. Drei Tore gemacht, besser können wir nicht in die Partie starten. Heute hat alles geklappt. Klar können wir sechs, sieben, acht Tore machen – Rapid auch zwei mehr. Aber egal."

Veratschnig über Tabakovic: Er trifft jedes Spiel, heute doppelt. Wir sind froh, so einen Stürmer zu haben."

Sky-Experte Andi Herzog: "Rapid hat spielerisch gut gespielt. Aber mit der Defensiv-Leistung wirst du nicht lange vorne mitspielen."

"Rapid war zu soft in den Zweikämpfen und hat bitteres Lehrgeld gezahlt."

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{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 02.09.2026, 22:59, 02.09.2026, 22:23