Frust bei Veilchen

Austria historisch schlecht: "Das ist mir unerklärlich"

In vier von fünf Bundesliga-Spielen ging die Wiener Austria als Verlierer vom Platz. Der bisherige Tiefpunkt: Ein 0:1 gegen die WSG Tirol am Mittwoch.
Sport Heute
02.09.2026, 21:07
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Dabei hatten die Veilchen besonders verunsichert gewirkt und eine äußerst magere Leistung geboten – vor allem offensiv. Johannes Eggestein, Manfred Fischer und Co. gelang wenig. Derweil erzielte Drew Murray aufseiten der Tiroler den entscheidenden 1:0-Siegtreffer aus kurzer Distanz nach einem Corner (65.). Und versetzte den Veilchen einen echten Nackenschlag.

Die Austria ist nun tatsächlich Tabellenschlusslicht und hat nur drei Punkte auf dem Konto. Vier Pleiten aus den ersten fünf Ligaspielen sind ein historischer Negativ-Wert. Am Verteilerkreis könnte es nun ungemütlich werden. Das zeigten "Wir wollen die Austria sehen"-Sprechchöre gegen Spielende, Pfiffe nach dem Gegentor und dem Abpfiff. Und, dass einige Fans von der Osttribüne den Weg auf den Platz gesucht hatten, um die Mannschaft zu Rede zu stellen. Fischer und Reinhold Ranftl stellten sich der Kritik.

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Fischer: "Ist mir unerklärlich"

"Wir wissen, dass, wenn es sportlich nicht gut läuft, bei den Fans schnell Unruhe herrscht. Das ist auch gerechtfertigt", meinte Austrias Stürmer-Ass Eggestein nüchtern. Deutlich emotionaler gab sich derweil Kapitän Fischer: "Wir sind Kämpfer, wir geben nie auf. Es bringt nichts, wir müssen weitermachen." Es sei freilich immer der Anspruch, "jedes Spiel zu gewinnen". Allerdings hielt Fischer auch fest: "Derzeit sind wir weit entfernt."

Die Ernüchterung ist jedenfalls groß. Auch in der letzten Saison war der Start äußerst mager gewesen. "Dass das jedes Jahr passieren muss, ist mir unerklärlich", schüttelte Fischer den Kopf. Und hatte auch mit Blick auf die WSG-Pleite keine Erklärung: "Ich habe nicht viele Worte, es ist sehr bitter. Das haben wir uns ganz anders vorgestellt. Die Verhaltensweisen sind einfach nicht gut, wir kriegen keinen Druck auf den Gegner." Nun müsse auf dem Trainingsplatz "taktische Sachen trainiert werden", meinte der Kapitän.

"Das ist ein Teil der Entwicklung"

Coach Stephan Helm versuchte derweil, die Ruhe zu bewahren. "Vom Spielverlauf her müssen wir nicht verlieren. Im letzten Drittel waren wir zu wenig genau. Wir haben schon Dinge richtig gemacht, aber man muss in den richtigen Phasen des Spiels Druck erzeugen", meinte der Coach, erinnerte an das Duell mit Braga, da habe man "eine gute Leistung gezeigt", so Helm: "Das ist ein Teil der Entwicklung. Wir müssen es hinkriegen, in jedem Spiel auf dieses Niveau zu kommen."

Man habe nun "viel Arbeit" vor der Brust, erklärte der violette Coach. "Wenn wir den richtigen Spirit auf den Platz bringen, dreht sich das ganz schnell wieder um. Wir müssen den Kopf oben behalten, alles investieren", so Helm.

Fischer sah es derweil nüchterner: "Unser Ziel ist die Top Sechs, am Ende des Tages wollen wir über dem Strich sein. Alles andere ist mir egal."

{title && {title} } red, {title && {title} } 02.09.2026, 21:07