Fünf Runden, drei Punkte – letzter Tabellenplatz! Die Austria kassierte am Mittwochabend im Nachtragsspiel eine 0:1-Heimpleite gegen die WSG Tirol und bleibt im Keller stecken. Drei Tage nach dem bitteren 1:4 in Salzburg lieferten die "Veilchen" vor den eigenen Fans eine magere Vorstellung ab. Wie im Vorjahr gingen die ersten zwei Heimspiele verloren. Vier der ersten fünf Ligamatches hatte die Austria noch nie verloren.
Nach Schlusspfiff kippte nicht nur auf den Tribünen die Stimmung. Einzelne Anhänger des harten Fankerns verschafften sich von der Osttribüne Zugang zum Spielfeld, um dem Team die Leviten zu lesen. Die Führungsspieler Reinhold Ranftl, Kapitän Manfred Fischer und Goalie Samuel Sahin-Radlinger stellten sich – die Lage war angespannt, konnte aber schnell beruhigt werden.
Fischer: "Zu dem Vorfall möchte ich nichts sagen."
Klar ist aber: Der Haussegen hängt am Verteilerkreis gehörig schief.
Zuvor war in der Schlussphase zwei Mal der Sprechchor zu hören gewesen: "Wir wollen die Austria sehen!" Nach dem Abpfiff: Ein Pfeifkonzert und die erwähnte Zuspitzung auf dem Rasen.
Stürmer-Star Johannes Eggestein: "Wir wissen, dass, wenn es sportlich nicht gut läuft, bei den Fans schnell Unruhe herrscht. Das ist auch gerechtfertigt."
Die "Veilchen" sind vor dem Cup-Duell gegen Traiskirchen (Samstag, 17.30 Uhr) weiter Letzter. Trainer Stephan Helm steht unter Druck. Vor der langen Länderspielpause kommen nur mehr zwei Liga-Duelle: Heimspiel gegen Lustenau (13. September), Gastspiel beim GAK (19. September).