Marco Odermatt rehabilitiert sich für seine im Vergleich enttäuschenden Olympischen Spiele und triumphiert auf der legendären Kandahar in Garmisch-Partenkirchen in 1:47,57 Minuten. Der 28-Jährige führt dabei sogar einen Schweizer Dreifachsieg an: Auf den Rängen zwei und drei landen Alexis Monney (+0,04) und Stefan Rogentin (+0,98). Vincent Kriechmayr schrammt als Vierter (+1,20) knapp am Podest vorbei.
Die Abfahrt musste aufgrund der hohen Temperaturen eine halbe Stunde früher als geplant gestartet werden. Die warmen Bedingungen nutzte Odermatt am besten. Abgesehen von kleineren Fehlern im oberen Abschnitt zeigte er eine souveräne Fahrt.
Zittern musste er nur bei der Fahrt von Teamkollege Monney, der mit lediglich vier Hundertstel Rückstand Zweiter wurde. Olympia-Held Franjo von Allmen belegte nach einem großen Fehler im Mittelteil Rang sechs (+1,47). Kitzbühel-Sieger Giovanni Franzoni wurde zeitgleich mit Kriechmayr Vierter (+1,20).
Die Negativserie des ÖSV in der Abfahrt geht damit ebenfalls weiter. Die Herren warten seit März 2023 (Sieg von Kriechmayr in Soldeu) auf einen Abfahrtssieg. Damit sind die ÖSV-Abfahrer seit 23 Rennen ohne Erfolg – so lange wie noch nie zuvor.
Mit seinem Sieg in Garmisch hält Odermatt nun bei 54 Weltcupsiegen und zieht damit mit Hermann Maier gleich. Vor ihm liegen in der ewigen Bestenliste nur noch Marcel Hirscher (67 Siege) und Ingemar Stenmark (82 Siege).