Gesundheit

Bis zu 550 Hitzetote – Ministerium schlägt Alarm

Österreich muss sich in den kommenden Tagen mit rasant ansteigenden Temperaturen auseinandersetzen. Das Gesundheitsministerium hat bereits reagiert.

Michael Rauhofer-Redl
Die Hitze macht zahlreichen Personen auch körperlich zu schaffen. Symbolbild.
Die Hitze macht zahlreichen Personen auch körperlich zu schaffen. Symbolbild.
Getty Images

Die bevorstehende Hitze-Welle ist zwar für viele Schüler die perfekte Gelegenheit für spaßige Tag im Freibad, für viele Menschen in Österreich ist sie aber auch eine große gesundheitliche Belastung. Säuglinge, Kleinkinder, ältere und chronisch kranke Personen sowie Menschen mit Behinderung leiden besonders unter heißen Temperaturen. Daher mahnt das Gesundheitsministerium in den kommenden Tagen zu besonderer Vorsicht.

Für Fragen ist das Hitzetelefon unter der Nummer 050 555 555 rund um die Uhr erreichbar. In akuten Fällen berät die Gesundheits-Hotline 1450, in Notfällen ist die Rettung unter der Telefonnummer 144 zu informieren.

550 Hitzetote in Österreich seit 2017

"Der Klimawandel führt auch in Österreich zu immer mehr Hitzetagen und damit zu einer deutlich erhöhten Sterblichkeit", warnt das Ministerium. In den Jahren 2017 bis 2019 lag die Zahl der zusätzlichen Todesfälle aufgrund von Hitze laut Ressortangaben demnach zwischen 198 und 550 Personen – das würden Modellrechnungen der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit zeigen. 2016 und 2020 wurden keine zusätzlichen Todesfälle verzeichnet.

Das Gesundheitsministerium appelliert deshalb an die in Österreich lebenden Menschen, die bevorstehende Hitzewelle ernst zu nehmen, in kühlen Räumen zu bleiben, körperliche Anstrengungen zu vermeiden und genügend zu trinken: "Achten Sie besonders auf kleine Kinder, ältere Menschen und chronisch kranke Personen – sowohl in der Familie, im Freundeskreis als auch in der Nachbarschaft. Bieten Sie Unterstützung an, soweit Ihnen das möglich ist", appelliert Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne).

Appelliert an die Hilfsbereitschaft der Österreicher: Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne).
Appelliert an die Hilfsbereitschaft der Österreicher: Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne).
HANS PUNZ / APA / picturedesk.com

Wichtige Informationen per Telefon und Online

Das Gesundheitsministerium hat für die heißen Sommermonate sein Hitzetelefon bereits Mitte Juni in Betrieb genommen. Die Experten sind unter 050 555 555 rund um die Uhr erreichbar. Besonders wichtig ist es, sich an den heißen Tagen nur kurz im Freien aufzuhalten und ausreichend zu trinken. Ausgiebiges Lüften in der Früh, am Abend und in der Nacht und das Abdunkeln der Räume untertags schaffen möglichst erträgliche Temperaturen.

In Österreich legt ein “Gesamtstaatlicher Hitzeschutzplan” das Vorgehen bei einer Hitzewelle fest. Die Vorbereitung auf Hitzebelastungen liegt dabei vor allem in der Verantwortung der Bundesländer. Eine wesentliche Maßnahme ist hier die Information von Risikogruppen, etwa in der Betreuung und Pflege, Krankenhäusern und Kuranstalten, Kindergärten, Schulen sowie der mobilen Pflegedienste, Ärztekammer sowie Einsatzorganisationen.

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