Niederösterreich

5.800-€-Therme von Wienerin nach 4 Wochen schon defekt

Die Thermen-Pechsträhne einer 89-Jährigen reißt nicht ab: Erst Ende Juli war ein 5.800-€-Gerät eingebaut worden, kurz darauf nun die erste Reparatur.
19.09.2023, 14:42
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Ärger und Verzweiflung bei Langzeit-Gemeindebau-Bewohnerin Erika M. (89) aus Wien-Liesing. Vor 60 Jahren war sie in eine Wohnung in Liesing eingezogen, hielt diese stets gut in Schuss, ließ erst im Juli 2023 nach abermals 30 Jahren die zweite Vaillant-Therme einbauen. 

Teures Gerät für Mindestrentnerin

Doch "Wiener Wohnen" verweigerte anfangs die Übernahme der Kosten für die neue Therme. Denn Erika M. habe bereits vor 30 Jahren "eigenmächtig" ein Gerät einbauen lassen. Also entschied sich die Pensionistin, eine neue Kombi-Therme zu kaufen. Eine Firma aus NÖ installierte schließlich am 23. Juli 2023 das Gerät. Die Kosten samt zwei Stunden Einbau: 5.791,20 Euro. 

Fürs Ehepaar Jann Z. (68) und Gabi Z. (58) aus NÖ, die die alte Dame seit vielen, vielen Jahren liebevoll umsorgt, viel zu teuer: "Ein Wahnsinn für eine Mindestrentnerin." Interventionen beim Fachbetrieb aus NÖ und bei "Wiener Wohnen" brachten nur überschaubaren Erfolg: "Wiener Wohnen" bot als Kostenersatz lediglich den Anteil fürs Warmwasser an, die nö. Firma erklärte sehr detailreich die Kosten fürs Gerät (3.200 € UVP) samt Lieferung, Einbau und Entsorgung - alles dazu hier.

Reparatur nach kurzer Zeit

Doch nur wenige Wochen später, der nächste Rückschlag: "Mit dem Thermendruck stimmte etwas nicht", berichtete Jann Z., der sich um die ganze, mittlerweile mühsame, Angelegenheit kümmert. Erneut musste eine Installationsfirma her und die Kombi-Therme richten. Kostenpunkt diesmal: über 220 Euro.

Jann Z. platzt langsam der Kragen: "Die Erst-Firma hatte kein Ohrwaschel gerührt, also musste ich ein anderes Unternehmen beauftragen. Dass sich jener Chef, der das Gerät um 5.800 Euro einbauen hatte lassen, noch in den Spiegel schauen kann: Verkauft einer alten, nicht mobilen Dame ein 5.800 Euro-Gerät, welches binnen einem Monat sofort wieder Kosten verursacht. Er schrieb nach einigen Mails sogar, dass ich ihn in Ruhe lassen solle." Der 68-Jährige meldete den Installateur nun bei diversen Stellen.

Das sagt Firmenchef

Der Chef des einbauenden Betriebes ließ dies auf Nachfrage am Dienstag nicht so stehen: "Das hätten wir uns anschauen müssen, diese Chancen haben wir nicht bekommen. Grundsätzlich ist eine Heizungsanlage ein geschlossener Kreislauf, der Druckverlust kam also in diesem Fall sehr wahrscheinlich durch ein Eigenverschulden oder „Herumwerken“ des Kunden zu Stande. Dass mich der Herr in Ruhe lassen soll, habe ich erst nach seinen weiteren 37 unnötigen Mails so kommentiert."

Der Chef der Firma versichert weiters: "Wir sind IMMER an einer Lösung interessiert, die im Sinne des Kunden ist. Allerdings lass ich mich auch nicht als Betrüger oder unseriöses Unternehmen darstellen, wie es dieser Herr jetzt versucht."

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