6 Monate altes Baby in heißem Auto eingesperrt

Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Ried befreiten das 6 Monate alte Mäderl aus dem Auto.
Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Ried befreiten das 6 Monate alte Mäderl aus dem Auto.FF Ried im Innkreis
In Ried musste die Feuerwehr Montagvormittag ein 6 Monate altes Kind aus einem Pkw befreien. Die Mutter hatte sich versehentlich ausgesperrt.

"Der Pkw stand zum Glück im Schatten, war unterdacht. Sonst hätte das auch ganz anders ausgehen können", sagt Einsatzleiter Tobias Bachinger von der Freiwilligen Feuerwehr Ried.

Die Kameraden mussten Montagvormittag, kurz nach zehn Uhr, zum Einsatz ausrücken, ein sechs Monate altes Mäderl aus dem Auto befreien.

Die Mama der Kleinen war kurz vorher in einem Geschäft einkaufen, hatte das Auto am dortigen Parkplatz abgestellt. Vor dem Wegfahren setzte sie das Baby in den Maxi-Cosi auf den Rücksitz, legte den Gurt an und stellte die Wickeltasche ins Auto. Dort war auch der Autoschlüssel drin. Als die Mutter dann am Fahrersitz Platz nehmen wollte, war die Tür plötzlich versperrt. Ging einfach nicht mehr auf.

Ab 40 Grad Innentemperatur wird es im Auto gefährlich. Richtiges Durchlüften und Windschutzscheibenfolie helfen am besten. "Der Aufenthalt im Fahrzeug wird ab 40 Grad gefährlich, weil der Organismus solche Temperaturen kaum noch kompensieren kann. Diese Temperatur wird in einem geschlossenen, in der Sonne stehenden Auto bereits nach kurzer Zeit erreicht", warnt ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl. "Ausschlaggebend dafür ist nicht nur die Außentemperatur, sondern vor allem die Sonneneinstrahlung", so Kerbl. Aus diesen Gründen sollte man sich nie in einem geschlossenen, ungekühlten Auto aufhalten. Speziell Kinder und Tiere dürfen nicht einmal kurz in einer solchen Hitzefalle sein. "Vorsicht auch vor Verbrennungen: Innenausstattung wie Ganghebel, Sitze und Lenkrad können schnell bis zu 60 Grad heiß werden", so der Experte. (Quelle: ÖAMTC)

Feuerwehr musste Scheibe einschlagen

Da half nur mehr die Feuerwehr! Und die war zum Glück innerhalb weniger Minuten vor Ort. "Wir haben vorher alles mögliche probiert, mussten dann aber die hintere Scheibe einschlagen, um das Mäderl befreien zu können. Es reagierte aber ohnehin ziemlich cool, war entspannt und lachte viel – die Mama hielt das Kind an der geschlossenen Fensterscheibe gut bei Laune", so Bachinger.

Die besorgte Mama konnte ihre Kleine schließlich wieder unversehrt in die Arme schließen – der Feuerwehr sei Dank!

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