Ganz in schwarz gekleidet nahm der 39-Jährige im Landesgericht Eisenstadt Platz, sprach leise und brach immer wieder in Tränen aus. "Er ist ein gebrochener Mann", meinte sein Anwalt Manfred Arbacher-Stöger. Der Wiener war im März mit seinen Töchtern in der Sonnentherme Lutzmannsburg (Bezirk Oberpullendorf) und für beide Kinder verantwortlich, als das Unglück geschah.
Seine jüngere Tochter Dunija (5), die noch nicht schwimmen konnte und ohne Schwimmhilfe war, fiel ins 1,9 Meter tiefe Wildbach-Becken – als er über 20 Minuten lang im Thermenrestaurant im Außenbereich war, "Heute" berichtete. Dort soll der Mann geraucht haben. "Ich habe den Kindern gesagt, sie sollen sitzen bleiben und ohne mich nicht ins Wasser gehen", weinte er vor Gericht und bekannte sich schuldig.
Das Urteil: Sechs Monate bedingte Haft und eine unbedingte Geldstrafe von 2.700 Euro. Zudem wurden der Mutter und der großen Schwester des toten Mädchens je 15.000 Euro Trauergeld zugesprochen – nicht rechtskräftig.
Die Anklage lautete auf grob fahrlässiger Tötung und Verletzung der Aufsichtspflicht. Ein Badegast entdeckte das im Wasser treibende Mädchen erst, als es zu spät war. Trotz sofortiger Erster Hilfe und Wiederbelebungsversuchen verstarb die kleine Dunija später in der Klinik Donaustadt in Wien.