60 % fürchten Verbreitung des radikalen Islam

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Am Montag wurde das neue Integrationsbarometer veröffentlicht. Es zeigt unter anderem, worüber sich die ÖsterreicherInnen die meisten Sorgen machen.
Meinungsforscher Peter Hajek hat im Integrationsbarometer 2019die Haltung der ÖsterreicherInnen zu aktuellen Integrationsthemen abgefragt. Die Umfrage wurde am Montag veröffentlicht. 1.000 österreichische StaatsbügerInnen ab 16 Jahren wurde dazu befragt.

Die Ergebnisse sind spannend. Die Bewertung zum Zusammenleben mit Muslimen etwa hat sich zuletzt wieder etwas verschlechtert. Aber auch die Einschätzung zur erfolgreichen Integration diverser Bevölkerungsgruppen ist spannend.

Die Sorgen der Österreicher



CommentCreated with Sketch.47 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Zunächst wurde jedoch abgefragt, wie oft sich die ÖsterreicherInnen über gewisse Themen Sorgen machen. Zwei Drittel gaben dabei an, sich "sehr oft" und "öfters" über den Klimawandel und Umweltfragen zu sorgen. Der Spitzenwert.

Auch vorn dabei: Die Sorge über die Verbreitung eines radikalen Islam in Österreich. 60 Prozent machen sich "sehr oft" und "öfters" darüber Sorgen.

Generell zeigt sich: Man sorgt sich in unserem Land viel. Mehr als die Hälfte aller ÖsterreicherInnen sorgten sich nämlich auch "sehr oft" bzw. "öfters" über Engpässe bei Gesundheitsversorgung und Pflege, Integration von Flüchtlingen in Schule und Arbeitswelt, die Entwertung ihrer Spareinlagen und die hohe Steuerbelastung.

Am wenigsten besorgniserregend für die Bevölkerung scheint die Staatsverschuldung zu sein. Nur 36 Prozent der Befragten sorgten sich "sehr oft" und "öfters" darüber.



Über's Zusammenleben



Zum Zusammenleben mit Zuwanderern, Flüchtlingen und Muslimen wurden die Befragten gleich mehrmals um ihre Einschätzung gebeten.

Das Zusammenleben mit ZuwanderInnen generell wurde von 42 Prozent der Befragten positiv bewertet, 53 Prozent sahen es negativ. Explizit nach Flüchtlingen gefragt fiel die positive Bewertung mit 32 Prozent schlechter aus, 61 Prozent bewerteten das Zusammenleben negativ.

In der untenstehenden Grafik ersichtlich: Besonders schlecht wird das Zusammenleben mit Muslimen bewertet. Hier haben sich die Werte im vergangenen Halbjahr verschlechtert. 62 Prozent bewerten das Zusammenleben mit MuslimInnen als negativ (im Dezember waren es noch 59 Prozent). Nur noch 27 Prozent bezeichnen es als gut (im Dezember: 32 Prozent).



Wer ist wie gut integriert?



Im Rahmen der Umfrage sollten die Befragten auch einschätzen, welche Bevölkerungsgruppe in Österreich wie gut integriert ist. Besonders gut integriert: die Deutschen. Nur 6 Prozent waren der Ansicht, dass sie "weniger gut" und "gar nicht gut" integriert seien.

Am anderen Ende der Skala liegen AfghanInnen, SomalierInnen, TschetschenInnen, IrakerInnen und SyrerInnen. Sie sind nach Einschätzung der Einheimischen schlecht integriert. Bei Menschen aus Afghanistan sind 74 Prozent der Meinung, sie seien "weniger gut" bis "gar nicht gut" integriert. Nur 10 Prozent halten AfghanInnen für "sehr gut" bis "eher gut" integriert.

Auffallend bei SomalierInnen: Hier ist die Unkenntnis am größten. Fast ein Drittel der Befragten trauten sich hier keine Einschätzung über die Integration dieser Bevölkerungsgruppe zu.



div class='header-element' style='font-size: 20px; color: black; font-weight: bold; padding: 4px; font-family:BentonConSansBold,Arial,Helvetica,sans-serif;border-bottom: 3px solid #246D81'>Soziale Durchmischung wichtig

Im Rahmen des Integrationsbarometers zeigte sich auch, dass eine Mehrheit der ÖsterreicherInnen sich für eine Obergrenze bei Einbürgerungen ausspricht. 60 Prozent stimmten dieser Aussage "sehr" und "eher" zu.

Trotzdem soll es nach Ansicht jedes zweiten Österreichers leichter werden, dass in Mangelberufen qualifizierten MigrantInnen nach Österreich kommen. Ebenfalls mehr als 50 Prozent hielten eine soziale Durchmischung von Einheimischen und MigrantInnen in Gemeindewohnungen für wichtig.



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