Vor einem Jahr kannten nur Experten das Abwehr-Talent von OSC Lille, doch mit starken Leistungen spielte sich Yoro ins Rampenlicht. Und in die Notizbücher einiger europäischer Schwergewichte. Am Donnerstag wurde dann der spektakuläre Wechsel des Innenverteidigers zu Manchester United öffentlich. 60 Millionen Euro überwiesen die "Red Devils" an den französischen Verein.
Allerdings berichtet nun die spanische "Marca", dass das Abwehr-Juwel gar nicht nach England wechseln wollte, stattdessen soll Real Madrid das Wunschziel des Verteidigers gewesen sein. Allerdings hätten die "Königlichen" bloß rund 30 Millionen Euro für Yoro geboten.
Deshalb soll dem Bericht zufolge der 18-Jährige regelrecht erpresst worden sein. Lille habe Yoro gedroht, den Abwehrspieler ein Jahr lang nicht mehr einzusetzen, sollte dieser das finanziell lukrativere Angebot aus Manchester nicht annehmen. Der Vertrag des Franzosen lief nur noch ein Jahr, es war also die letzte Chance für Lille, eine hohe Ablösesumme für den talentierten Spieler zu lukrieren. Ein ablösefreier Abgang im nächsten Sommer sei demnach undenkbar gewesen.
Real und Yoro sollen sich derweil bereits mündlich einig gewesen sein. Nachdem der 18-Jährige unbedingt zu den "Königlichen" wollte, sah Real keine Not, in den Verhandlungen mit Lille aufs Tempo zu drücken. Doch United grätsche dazwischen.
Zunächst waren auch andere Vereine an Yoro interessiert. Liverpool, Paris St.-Germain und nicht zuletzt Bayern München sollen das Abwehr-Talent beobachtet haben, sein Berater Jorge Mendes habe aber bereits klargemacht, dass Yoro unbedingt zu Real gehen wolle. Nun kam alles anders.