60 Mio. Euro für Gurgeltests und Fruchtfliegen

Minister Heinz Faßmann, Biocenter-Chef Daniele Soroldoni und Finanzstadtrat Peter Hanke
Minister Heinz Faßmann, Biocenter-Chef Daniele Soroldoni und Finanzstadtrat Peter HankeDenise Auer
Das Vienna Biocenter erhält 60 Mio. Euro von Bund und Stadt Wien. Das Center entwickelte unter anderem den Gurgeltest.  

Das Vienna Biocenter in Wien-Landstraße zählt zu den fünf Top-Standorten für Biotechnologie in Europa. Damit das so bleibt, erhält das Center jetzt 60 Mio. Euro von Bund und Stadt Wien. Mit dem Geld soll der Betrieb bis 2030 mitfinanziert werden, erklärten Bildungsminister Faßmann und Finanzstadtrat Hanke am Mittwoch im Biocenter.

Von Gurgeltests bis Fruchtfliegen

Die Bandbreite der Forschung ist enorm: Hier wurde der Gurgeltest entwickelt, der sich international bewährt. Man forscht, welche Umweltbedingungen Erdbeeren in Skandinavien brauchen, um zu gedeihen. Und ist erfolgreich. Dafür hat das Center Labore, in denen das gewünschte Klima hergestellt werden kann. Krebsforschung wird ebenso betrieben wie Grundlagenforschung für Impfstoffe. Das lohnt sich: 45 Mio. Euro nimmt das Center durch Gebühren ein, sagt Direktor Daniele Soroldoni zu "Heute". Nobelpreisträger wie die Biochemikerin Emmanuelle Charpentier arbeiteten im Biocenter.

Stolz ist man auf die "Fruchtfliegenbibliothek". Hier werden die mehr als 15.000 Gene der winzigen Insekten bestimmt. Denn die Fliegen-Gene decken sich zu 67 Prozent mit jenen des Menschen. An den Fliegen werden Stoffwechselkrankheiten oder Demenz erforscht.

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