600 (!) Grundwehrdiener bewachen leere Kasernen

Bild: Picturedesk

Wasser auf den Mühlen der Wehrpflichtgegner: 600 junge Männer dürfen heute Abend nicht zu ihren Familien. Laut Ministerium bewachen sie rund 100 Kasernen oder stehen als Chauffeure bereit.

Wache schieben statt Christbaumkerzen anzünden. Rund 600 Rekruten, im Schnitt 18 bis 20 Jahre, können mit ihren Liebsten heute Abend gerade einmal telefonieren. Die Groteske dabei: Die Grundwehrdiener müssen meist leer stehende Kasernen bewachen oder stehen dem "Offizier vom Tag" als Chauffeur zur Verfügung.

Dass militärisches Gerät bewacht werden muss, ist klar. Aber am Truppenübungsplatz Seetaleralpe (TÜPL) in der Steiermark wird gezeigt, wie es anders gehen kann. Seit 1. Dezember versehen hier ausschließlich Berufssoldaten Dienst, gleichzeitig wurde ein Zaun gebaut und technisch aufgerüstet. Bisher mussten jährlich 100 Rekruten die Anlage als Absperrposten sichern. Jetzt ersetzt ein Vertragsbediensteter 15 Grundwehrdiener.

Kommandant Oberst Manfred Hofer: "Der Betrieb ist jetzt effizienter und kostengünstiger." Statt 630.000  kostet der TÜPL pro Jahr rund 500.000 . Und: Hofer verzichtet nun häufiger auf den Chauffeur – und fährt einfach mit der Bahn.

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