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640.000 Dollar für einen Käse-Drucker

Ein Online-Shop verkauft leere Geschenkverpackungen, mit denen man seine Liebsten reinlegen kannst. Nun staubten die Erfinder richtig viel Kohle ab.
Heute Redaktion
13.09.2021, 18:41

Weihnachten ist eigentlich die Zeit der Liebe. Manchmal macht es aber auch Spaß, die Bescherung mit diabolischen Scherzen zu würzen.

Der Online-Shop Prank-O (früher: Prank Packs) hebt diese Form von Klamauk auf ein völlig neues Level: Die beiden US-Amerikaner Ryan Walther und Arik Nordby verkaufen dort Produkte, die sich jeder wünscht – einen Drucker, mit dem man sein Gesicht auf einem Scheibenkäse verewigen kann etwa. Der Clou: So etwas existiert gar nicht. Die Verpackungen sind leer und dafür gedacht, andere, minderwertige Geschenke damit zu tarnen.

"Das verdient nicht mal einen Stern"

Zur Produktpalette gehören neben dem Käsedrucker auch ein Wecker, der den Nutzer mit Spiegeleiern aus dem Schlaf holt, ein Furz-Filter, der Flatulenzen genießbar macht und ein Pflanzen-Pissoir, um Blumen mit dem eigenen Urin zu düngen. Die besten Fake-Verpackungen sehen Sie oben in der Bildstrecke.

Allerdings scheinen nicht alle Prank-O-Kunden das Konzept zu verstehen. Auf der Instagram-Seite finden sich Feedbacks von unzufriedenen Käufern: "In der Schachtel ist ja gar nix drin", heißt es etwa in einer Beschwerde. "Das verdient nicht einmal einen einzigen Stern."

Investition bei "Shark Tank"

Mit ihrer Geschäftsidee traten Norby und Walther – letzterer schrieb früher übrigens für das Satire-Protal "The Onion" – vergangene Woche in der TV-Show "Shark Tank" auf. Dort suchten sie Investoren für Prank-O. Nach einem guten Start und Einnahmen in Millionenbereich hatten die beiden in den letzten zwei Jahren wegen einer gescheiterten Expansion nämlich üble Defizite eingefahren.

Die Jury war begeistert von den Fake-Verpackungen und siehe da: Geschäftsmann Mark Cuban versprach eine Investition von 640.000 Dollar.

Selbst das Tankstellen-Geschenk bleibt in Erinnerung

Mittlerweile findet man auf der Website von Prank-O ein F.A.Q., um Missverständnisse zu vermeiden. Selbst dort versteckt sich ein herrlich bissiger Unterton. "Nein, diese Produkte existieren natürlich nicht wirklich", heißt es etwa. "Wie schräg bist du denn drauf?"

Auf die Frage, warum jemand Geld dafür bezahlen sollte, antworten die Erfinder: "Die Schachteln geben jedem Geschenk einen überraschenden Twist und auch wenn du es in letzter Minute aufgetrieben hast, wird es dank der Verpackung in Erinnerung bleiben." (Tilllate)

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