Mindestens 67 Menschen sind laut der spanischen Regierung ums Leben gekommen, als sie versucht haben, nach Ceuta zu gelangen. Ceuta ist eine spanische Exklave in Nordafrika. Spaniens Innenminister Fernando Grande-Marlaska hat am Samstag bei einer Pressekonferenz in Ceuta von "traurigen, dramatischen Ereignissen" gesprochen.
Nach weniger als 48 Stunden sei jetzt in der spanischen Exklave "eine Rückkehr zur Normalität im Gange", hat er weiter gesagt.
Nach massiver Kritik von mehreren EU-Ländern, weil zehntausende Migranten in der spanischen Exklave Ceuta in Nordafrika angekommen sind, hat der spanische Regierungschef Pedro Sánchez eine EU-Sondersitzung auf Ministerebene verlangt.
In einem Brief an die Spitzen der europäischen Institutionen hat Sánchez am Samstag die "Haltung" mancher Mitgliedsländer scharf kritisiert, die laut ihm von "Vorurteilen, Falschinformationen, Unwissenheit oder politischen Interessen" getrieben sei. Er hat eine Videokonferenz der Innenminister aller 27 Mitgliedsländer gefordert.