Niederösterreich

8 € am Tag trotz Jobs! Mutter kann nicht mehr heizen

Die Teuerungswelle bringt eine dreifache Mutter aus NÖ zur Verzweiflung: "Ich heize kaum noch, musste mit dem Führerschein aufhören"
21.03.2022, 16:34

Bianca K. aus Niederösterreich kämpft wie eine Löwin, bringt jeden Morgen mit den Öffis die Kinder zur Schule, dann das Kleinkind zur Tagesmutter und pendelt anschließend mit dem Zug zur Arbeit: Dennoch bleiben ihr gerade mal heiße 8 Euro am Tag zum Leben übrig - da sind aber die drei hungrigen Mäuler ihrer Süßen noch nicht gestopft.

"Kann mir Schein nimmer leisten"

Die Niederösterreicherin ist Anfang 30, hat drei Kinder (18 Monate, 7 und 12), arbeitet 40 Kilometer vom Wohnort entfernt. "Darum wollte ich jetzt endlich den Führerschein machen", so die Mutter, die jetzt zwar endlich mit dem "Schein" beginnen hatte können, doch dann kam die Belastungswelle wie ein Keulenschlag - der Führerscheinzug ist somit abgefahren: "Ich musste aufhören, weil ich es nicht mehr bezahlen kann."

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Morgens bringt sie zuerst mit den Öffis im südlichen Niederösterreich die schulpflichtigen Kinder zur Schule, dann kommt das Nesthäkchen zur Tagesmutter. Erst dann hüpft die Mutter wieder in den Zug, fährt Richtung Arbeitsplatz und muss dann zu Fuß gehen.

250 Euro im Monat trotz Arbeit

"Dadurch, dass die Energiepreise jetzt so enorm gestiegen sind, bleiben mir heiße 250 Euro im Monat zum Leben und da haben die drei Kinder noch nichts gegessen. Klar die Tagesbetreuung für die Kinder kostet viel. Würde ich nicht arbeiten gehen, bliebe mir vermutlich sogar mehr übrig. Nur es ist für mich selbstverständlich, einer Arbeit nachzugehen, es ist mir auch ein Anliegen hinsichtlich der Kindererziehung", sagt die tapfere Niederösterreicherin.

Die milden Temperaturen kommen der Familie jetzt gelegen, aber: In der Nacht ist es immer noch frostig: "Ich heize nur noch ganz wenig wegen der irrsinnig hohen Kosten", erklärt Bianca K. Der Verein Hoffnungsschimmer versucht, der Familie jetzt unter die Arme greifen.

Das Schicksal der jungen Niederösterreicherin ist nur eines von vielen: Ein älteres Ehepaar aus Wiener Neustadt musste 3.000 Euro fürs Gas zahlen, eine Waldviertlerin sollte monatlich statt 50 plötzlich 1.336 Euro fürs Gaszahlen. Einer herzkranken Amstettnerin (55) bleiben gar nur 66 Cent am Tag. Denn sie soll ab März 284 Euro im Monat statt 79 Euro fürs Gas brennen.