8-Jährige musste trainieren, obwohl Knochen kaputt war

Anwalt Ainedter verteidigte die angeklagte Vereinsleiterin.
Anwalt Ainedter verteidigte die angeklagte Vereinsleiterin.Denise Auer
Ehrgeizige Methoden einer erfolgreichen Wiener Gymnastik-Schule sollen nicht nur den Fuß einer Elevin, sondern auch das Gesetz gebrochen haben.

Spitzensport ist oft ein Knochenjob. Gegen die bekannte Vereinsinhaberin einer erfolgreichen Sportgymnastik-Schule wurden nun am Wiener Landesgericht beinharte Vorwürfe vorgebracht. Wegen "sadistischen Trainingsmethoden" unter der Aufsicht der ehemaligen Elite-Sportlerin soll sich eine jungen Russin (8) auf einem Trainingslager in Slowenien 2019 ein Knochenmarksödem zugezogen haben.

Trotz schwerer Verletzung am Sprunggelenk hätte die Achtjährige weiter springen und trainieren müssen.
Die Anklage lautete auf Quälen oder Vernachlässigen Unmündiger – der angeklagten Russin drohten fünf Jahre Haft.

Anwalt Ainedter erreichte mildes Urteil

Die von Klaus Ainedter Verteidigte bestritt die Vorwürfe. "Spitzensport ist kein Happy-Pepi-Turnen", so der Jurist. Auch hätten die ehrgeizigen Eltern das Mädchen unter Druck gesetzt. Vor dem Camp sollen sie eine Verletzung am anderen Bein verschwiegen haben. "Du bist ein Pferd, du musst arbeiten", soll die Mutter ihr zugezischt haben. Das milde Urteil: 700 Euro Strafe wegen fahrlässiger Körperverletzung, rechtskräftig.

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch.
Nav-Account ct Time| Akt:
ProzessGerichtKörperverletzungSportUrteil

ThemaCreated with Sketch.Weiterlesen