Happy Birthday!

80 Jahre Vespa: So wurde der Roller zur Ikone

Der Motorroller von Piaggio feiert heuer den 80. Geburtstag. Hinter dem Kultgefährt steckt ein Flugzeugingenieur, der Motorräder hasste.
Heute Life
07.05.2026, 05:07
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Was heute kaum noch jemand weiß: Die Marke Vespa hat ihren Ursprung im Flugzeugbau. Nach dem Zweiten Weltkrieg waren die Fabriken zerstört, und das italienische Unternehmen Piaggio musste sich neu erfinden. In Italien wurden günstige Transportmittel gebraucht - und so beauftragte Firmenboss Enrico Piaggio den Flugzeugingenieur Corradino d'Ascanio, ein motorisiertes Zweirad zu entwerfen.

D'Ascanio war kein Motorrad-Fan. Er fand sie unbequem, unhandlich und außerdem machte man sich an der Kette schmutzig. Deshalb verfolgte er einen völlig anderen Ansatz: bequemer Sitz, praktischer Durchstieg, Beinschild gegen Regen und Dreck. Am 23. April 1946 meldete Piaggio die erste Vespa zum Patent an.

Wie heise.de berichtet, gibt es zwei Legenden, wie die Vespa - zu Deutsch: Wespe - zu ihrem Namen kam. Beide sind sich einig, dass Enrico Piaggio persönlich ihr den Namen verlieh. Beim ersten Anblick des fertigen Rollers soll er gemeint haben, sie sehe mit der schmalen Taille zwischen dem breiten Vor- und Hinterbau aus wie eine Wespe. Die andere Version besagt, er habe ausgerufen, sie höre sich an wie eine Wespe.

Vom Notbehelf zum Welterfolg

Die erste Serie der Vespa 98 kam mit 3,2 PS und 60 km/h Höchstgeschwindigkeit. Nur 2000 Stück wurden produziert - man wollte erst sehen, wie das neue Gefährt beim Publikum ankommt. Die Vespa erwies sich als Volltreffer und war rasch ausverkauft.

Die Verkaufszahlen explodierten: 1950 waren es bereits 60.000 Stück, drei Jahre später erreichte die weltweite Produktion 500.000 Vespas. Im Juni 1956 übersprang die Marke die Eine-Million-Grenze.

Hollywood und Weltrekorde

1953 erhielt die Vespa einen zusätzlichen Schub, als Audrey Hepburn und Gregory Peck im erfolgreichen Hollywood-Film "Ein Herz und eine Krone" auf ihr durch Rom kurvten. Doch die Vespa bewies auch sportliches Talent: 1951 stellte ein vollverkleideter Prototyp einen Geschwindigkeitsrekord mit 171 km/h auf.

Das 80-Jahr-Jubiläum will die Marke ausgiebig feiern. Vom 25. bis 28. Juni lädt Piaggio zur großen Vespa-Party nach Rom, wo Zehntausende Vespas aus aller Welt erwartet werden.

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