Ein offenbar verwirrter 82-Jähriger aus Rheinland-Pfalz hat eine kilometerlange Irrfahrt hinter sich, bevor er mit seinem Auto im Rhein bei Baden-Württemberg gelandet ist und dabei ums Leben kam.
Nach längerer Suche konnten Spezialboote der Polizei das Fahrzeug am Sonntagnachmittag im Bereich Rheinstetten aus dem Fluss holen, wie die Polizei in Offenburg berichtet. Im Inneren fanden die Einsatzkräfte die Leiche des 82-Jährigen aus der Gemeinde Bergzabern in Rheinland-Pfalz. Nach dem Mann war seit Samstag gesucht worden.
Zwischen dem Unglücksort und dem Wohnort des Verstorbenen liegen je nach Route rund 40 Kilometer. Laut Polizei war der Mann, der "wegen Orientierungslosigkeit" als vermisst gemeldet wurde, am Samstagabend mit seinem Auto an einem Fähranleger in Neuburgweier bei Rheinstetten aus noch unbekanntem Grund in den Rhein gefahren.
Mehrere Zeugen sahen das Unglück und verständigten sofort Polizei und Rettungskräfte. Zu diesem Zeitpunkt wusste noch niemand, um wen es sich bei dem Autofahrer handelt.
Trotz eines Großeinsatzes der Rettungskräfte blieb jede Hilfe erfolglos. Bei den Bergungsversuchen in der Nacht kamen auch ein Tauchroboter und Taucher zum Einsatz, doch das Auto blieb zunächst verschwunden.
Erst am Sonntag konnte ein Peilboot der Polizei das Fahrzeug mit dem Toten im Oberrhein orten. Ein weiteres Spezialboot der Polizei barg schließlich das Auto samt Leiche.