Der erste Tag ohne regulären Unterricht: Der befürchtete Ansturm blieb aus. Nur jeder zwanzigste Schüler kam am Montag in Wien in die Schule. Auch Kindergärten und Horte blieben leer.
"Es hat gut funktioniert", meldete die Bildungsdirektion Wien, vormals Stadtschulrat, Montagnachmittag erleichtert. Nur fünf bis sieben Prozent der Schüler seien in ihre Schule gekommen, sagte die Behörde zu "Heute". In Wien gibt es rund 240.000 Schüler. Die Dauer der Betreuung an den rund 50 Wiener Schulen richtete sich nach dem Stundenplan der jeweiligen Lehranstalt. Wer in einer Ganztagsschule angemeldet war, wurde dort ganztägig betreut. Die Wiener Horte waren ebenfalls geöffnet, aber entvölkert. Auch die meisten Kindergärten blieben am Montag zu 90 Prozent leer.
Je älter die Schüler waren, desto geringer war die Anwesenheit – dieser Trend war auch österreichweit festzustellen. In den meisten AHS-Unterstufen und Neuen Mittelschulen kamen gar keine Schüler. Für die Oberstufe gab es ohnehin nur Heimunterricht.
Viele der 27.000 Wiener Lehrer erschienen am Arbeitsplatz, um für einen Ansturm (der ausblieb) gewappnet zu sein oder um Eltern telefonisch zu beraten. Sie wurden ab Mittag nach Hause geschickt. Lehrer über 60, mit Vorerkrankungen und Schwangere waren gleich daheim geblieben.
Für die Wiener Schulen wurde mit 01 52 525 77048 eine Pädagogische Hotline eingerichtet, bei der sich Eltern, Schüler und Lehrer Rat holen können.
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