Ab 4. Mai werden 3.000 Miliz-Soldaten eingezogen

Das Bundesheer wird für die Hilfseinsätze in der Coronakrise bis zu 3.200 Soldaten aufstellen müssen, "die sich aus Berufssoldaten bis hin zur Miliz zusammensetzen". Im Bild: Soldaten bei einen Hilfseinsatz in einem SPAR-Lager.
Das Bundesheer wird für die Hilfseinsätze in der Coronakrise bis zu 3.200 Soldaten aufstellen müssen, "die sich aus Berufssoldaten bis hin zur Miliz zusammensetzen". Im Bild: Soldaten bei einen Hilfseinsatz in einem SPAR-Lager.Bild: Bundesheer, picturedesk.com
Österreichs Berufssoldaten helfen in der Coronakrise überall dort aus, wo sie gebraucht werden. Ab 4. Mai kommen nochmals 3.000 Milizsoldaten dazu. Verteidigungsministerin Tanner verrät am Montag Details.
1.850 Soldatinnen und Soldaten helfen derzeit in der Coronakrise im ganzen Land aus. "Assistenzeinsatz", heißt das offiziell. Die Einsatzgebiete dabei sind vielfältig: Von Lebensmittel-Warenlagern über das Fiebermessen an der Grenze bis hin zur Bewachung von Botschaften.

Miliz ab Mai

Und bald kommt Nachschub. 3.000 Milizsoldaten kommen dazu, sie werden ab 4. Mai eingezogen, wie Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) verkündete. Am Montag verriet sie bei einer Pressekonferenz Details. Die Milizkräfte werden für vorerst drei Monate eingezogen und sollen die bis dahin verlängerten Grundwehrdiener ablösen.

Es ist das erste Mal in der Geschichte der Zweiten Republik, dass die Miliz eingezogen wird. "Geplant ist, dass wir die Miliz im Mai einberufen, um die verlängerten Grundwehrdiener und die Berufssoldaten ablösen zu können", so Tanner.

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Einsatzgebiet

Das Einsatzgebiet der Milizsoldaten wird - aus derzeitiger Sicht - der sogenannte sicherheitspolizeiliche Assistenzeinsatz sein. Sie werden also der Polizei zur Hand gehen. Dafür sollen sie am Beginn ihres Einsatzes einen zweiwöchigen Auffrischungskurs bekommen.

Ab dem 18. Mai werden die Milizsoldaten also die bisherigen ablösen können, sie stehen dann drei Monate - bis Mitte August - im Einsatz.

Wer wird eingezogen?

Wer genau eingezogen wird, wird spätestens am 10. April feststehen. Noch im selben Monat werden die Einberufungsbefehle zugestellt. Bis zu 3.000 Personen werden mobilisiert. Das sind bisher nur 10 Prozent der gesamten zur Verfügung stehenden Miliz, sagt Tanner.

Man ziehe bewusst nur einzelne Kompanien ein, um die Menschen auch nicht ohne guten Grund aus ihrem zivilen Leben abzuziehen. Man werde zudem sicherstellen, dass Menschen mit systemrelevanten Berufen, wie etwa Ärzte, nicht zur Miliz antreten müssen.

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