So viele müssen geimpft sein, damit Herbst "ruhig" wird

JAVIER TORRES / AFP / picturedesk.com
Auch vorigen Sommer war die Corona-Situation relativ entspannt. Dann kam der Herbst und damit die schlimmste Corona-Welle. Und heuer?

Die Situation sei mit dem Vorjahr nicht vergleichbar. Das sagt der Medizin- und Bioinformatiker Stephan Winkler von der Fachhochschule Hagenberg. 

"Auch, wenn es jetzt wieder zu Ansteckungsfällen kommt, dann werden die eher jüngere Personen betreffen. Nicht mehr vermehrt ältere wie letztes Jahr, sondern eher jüngere Personen, weil bei denen der Durchimpfungsgrad noch geringer ist. Deswegen gehen wir auch nicht davon aus, dass diese Belastung des Gesundheitssystems in den Krankenhäusern so stark sein wird wie letztes Jahr im Herbst", so Winkler im ORF OÖ.

Die derzeitigen Simulationen würden keine Hinweise dafür geben, dass die Situation noch einmal so brenzlig werden könnte.

Winkler nennt auch eine Durchimpfungsrate, ab der man "beruhigt" in den Herbst starten könnte.

Voraussetzung sei, dass sich mindestens 75 bis 80 Prozent der Bevölkerung impfen lassen!

Derzeit liegt die Impfrate in OÖ so (Stand 11. Juli): Knapp 60 Prozent der Bevölkerung ab 12 Jahren hat bereits die erste Teilimpfung erhalten, rund 43 Prozent haben bereits beide Teilimpfungen.

So sieht die Impfrate in OÖ derzeit aus.
So sieht die Impfrate in OÖ derzeit aus.Land OÖ

"Grund zur Panik sehe ich momentan überhaupt keinen", so Winkler weiter. Er würde anders reagieren, wenn sich herausstellen würde, dass die Impfung nicht gegen die Delta-Variante helfen würde. Das sei aber nicht der Fall. Man müsse sogar davon ausgehen, dass es noch weitere Mutationen geben werde, so der Experte.

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