Ab sofort jede Woche 63.000 Corona-Impfdosen

Herba-Chemosan-Chef Windischbauer (r.) führte Anschober durch das Lager, in dem der Corona-Impfstoff aufbewahrt wird.
Herba-Chemosan-Chef Windischbauer (r.) führte Anschober durch das Lager, in dem der Corona-Impfstoff aufbewahrt wird.Helmut Graf
Am Sonntag gingen die ersten Covid-Impfungen über die Bühne. Nun fragen sich viele, wie es weitergeht. Ganz klar scheint das noch nicht.

Gesundheitsminister Rudolf Anschober ließ sich gestern durch das Lager von Herba Chemosan in Wien-Simmering führen, in dem der Impfstoff bei minus 70 Grad gelagert wird. Am 12. Jänner, sagte er, werde "flächendeckend" mit dem Impfen in Österreich begonnen. Das gab Rätsel auf. Was heißt das jetzt? Machen wir nach dem Showstart 16 Tage Pause?

Jein. Fakt ist, dass die EU erstaunlich lasch handelt und viel gemächlicher an die Sache herangeht als etwa die Briten und Israelis. Fakt ist auch, dass Österreich jetzt jede Woche von BioNTech/Pfizer rund 63.000 Impfungen geliefert bekommt. Noch diese Woche langt eine neue Tranche ein, allerdings nur 53.000 (der Rest kam für den Impfstart vorab). Die Impfdosen werden laut Gesundheitsministerium "anhand eines am Bedarf orientierten Schlüssels an die Länder verteilt". Was das heißen soll, wurde "Heute" gegenüber nicht näher erläutert.

Muss ein neuer Impfplan her? 

In der ersten Jänner-Woche können jedenfalls Heime und Krankenhäuser ihre Impfdosen anfordern, in Niederösterreich freilich wird dort schon jetzt geimpft. Wie viele bis 12. Jänner schon drankommen, ist nicht klar. Am 6. Jänner soll die EU-Arzneimittelbehörde EMA den zweiten Impfstoff zulassen. Von "Moderna" soll Österreich im ersten Quartal 200.000 Stück erhalten, verblüffend wenig. Ob der Impfplan des Gesundheitsministeriums deshalb neu aufgeschnürt werden muss, ist ebenfalls unklar.

Im Lauf des Jänners soll der Impfstoff von AstraZeneca EU-weit anerkannt werden. Hier hat Österreich die meisten Dosen geordert. Bis Ende 2021 könnte die Immunisierungsrate in Österreich bei 70 bis 80 Prozent liegen, hofft Infektionsmediziner Wenisch.

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