Abgas-Skandal: VW zahlt (nur) US-Kunden bis zu 10.000 Dollar

Bild: Reuters
Jetzt ist die Einigung zwischen Volkswagen und seinen betrogenen Kunden durch - zumindest in den USA. Ein US-Gericht stimmte dem Angebot von VW zu, den von Abgasmanipulationen betroffenen Käufern bis zu 10.000 Dollar zu zahlen und deren Autos zurückzukaufen.
Jetzt ist die Einigung zwischen Volkswagen und seinen betrogenen Kunden durch - zumindest in den USA. Ein Gericht stimmte dem Angebot von VW zu, bis zu 10.000 Dollar zu zahlen und deren Autos zurückzukaufen.
Das Bezirksgericht für Nordkalifornien in San Francisco wies die Bedenken einzelner Kläger zurück, das Angebot von VW sei nicht ausreichend. Der Autobauer zahlt den Geschädigten - je nach Modell und Baujahr - 5.100 bis 10.000 US-Dollar (rund 4.700 bis 9.000 Euro). Und das zusätzlich zum Rückkauf des Fahrzeugs zu einem Preis, der vor Bekanntwerden des Skandals angemessen war. Alternativ muss das Auto von VW kostenlos nachgerüstet werden.

Insgesamt stellt VW für Rückkäufe und Entschädigungen 10,4 Milliarden Dollar (9,2 Mrd. Euro) bereit. Dazu kommen noch 4,7 Mrd. Dollar (4,3 Mrd. Euro) für Umweltschutzprogramme und -projekte. Für Zahlungen an Händler, Klagsanwälte etc. bietet der Konzern bis zu 1,8 Mrd. Dollar (1,65 Mrd. Euro), was die Gesamthöhe des Vergleichs auf 16,5 Mrd Dollar (15,1 Mrd Euro) anwachsen lässt.

Obwohl die Zahl gigantisch ist, entspricht sie bei weitem nicht die den höchsten Vergleichen in den USA: 1998 zahlte die Tabakindustrie 46 Bundesstaaten umgerechnet 225 Mrd. Euro, der Konzern BP blätterte 2010 für die lecke Ölbohrplattform Deepwater Horizon 48,5 Mrd. Euro hin.

Allerdings kommen auf VW noch weitere Zahlungen in Milliardenhöhe hinzu für die Missachtung von Bundesgesetzen zur Luftreinheit sowie für Strafen in mindestens 16 Bundesstaaten, die klagen wollen.

In Europa hingegen versucht sich Volkswagen wegen der lascheren Rechtslage aus der Affäre zu ziehen und bietet betroffenen Kunden bis jetzt keine Entschädigung an. 
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