Abgepackte Salate sind wahre Keimschleudern

Wer auf Keime verzichten will, sollte Salat künftig lieber nicht abgepackt kaufen. Ein Test gibt zu bedenken.
Salat ist grundsätzlich gesund und sollte möglichst oft am Teller landen – doch nicht jeder, wie ein Test des Vereins für Konsumenteninformationen (VKI) nun ergeben hat. So ist es sogar besser, ganz auf den Salat zu verzichten, bevor zu abgepackten Varianten gegriffen wird.

Insgesamt acht Produkte aus dem Supermarkt hat der VKI im Labor untersucht. Das traurige Ergebnis: Kein einziges der getesteten Produkte konnte besser als "weniger zufriedenstellend" bewertet werden. Drei Salate waren gar so stark mit Bakterien, Hefen und Schimmelpilzen belastet, dass sie komplett durchgefallen sind.

Frisch oder lieber gar nicht



"Das Ergebnis hat uns dann doch ziemlich erschreckt", so VKI-Projektleiterin Mag. Nina Siegenthaler. Besonders bedenklich seien die Ergebnisse auch, weil die Tests im Winter, wo es eigentlich leichter sein sollte, eine durchgängige Kühlkette einzuhalten als im Sommer, durchgeführt werden.

CommentCreated with Sketch.6 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Laut Ansicht der Expertin sei es daher sinnvoll, das Mindesthaltbarkeitsdatum bei den abgepackten Salaten deutlich zu verkürzen oder überhaupt ein Verbrauchsdatum ("zu verbrauchen bis") zu verwenden.

Den Konsumenten empfiehlt die Ernährungswissenschaftlerin zu frischen, nicht vorgeschnittenen Salaten zu greifen. Sofern man auf verzehrfertige Salate nicht verzichten möchte, rät sie, diese nicht gegen Ende des Mindesthaltbarkeitsdatums einzukaufen und sie vor dem Verzehr gründlich zu waschen, auch wenn sie als bereits gewaschen und verzehrfertig deklariert sind.

Gut waschen, gleich verbrauchen



"Wer Beutelsalat kauft, sollte ihn so schnell wie möglich verbrauchen. Reste von bereits angebrochenen Salaten sollten nicht mehr aufgehoben, sondern entsorgt werden, denn bei geöffnetem Beutel vermehren sich Keime besonders schnell", erklärt Siegenthaler.

"Riecht der Salat nach dem Öffnen hefig oder gärig, ist er nicht mehr für den Verzehr geeignet. Nach dem Ablauf des aufgedruckten Mindesthaltbarkeitsdatums sollte man Schnittsalat in jedem Fall nicht mehr essen. Schwangere und ältere Personen sowie Menschen mit einem geschwächten Immunsystem sollten zu ihrer eigenen Sicherheit auf vorgeschnittenen, abgepackten Blattsalat verzichten." (ek)

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