Der steirische Wirtschaftslandesrat Christian Buchmann (VP) soll fast ein Drittel seiner Doktorarbeit abgeschrieben haben. Laut dem Nachrichtenmagazin "Profil" fordert ein Experte, dass er seinen Titel verlieren soll.
Der steirische Wirtschaftslandesrat Christian Buchmann (VP) soll fast ein Drittel seiner Doktorarbeit abgeschrieben haben. Laut dem Nachrichtenmagazin "Profil" fordert ein Gutachter, dass er seinen Titel verlieren soll.
Die Plagiats-Vorwürfe gegen den steirischen Politiker wurden bereits im vergangenen Sommer laut. Die Karl-Franzens-Uni Graz ersuchte daraufhin die Österreichische Agentur für Wissenschaftliche Integrität (OEAWI) um einen Bericht. Im November wurde dieser übermittelt. Doch der Inhalt blieb geheim - bis jetzt, denn nun will das Magazin Profil Details kennen.
Und diese legen für Buchmann keine rosigen Aussichten nahe. Zwei unabhängige Gutachter sollen in dem Bericht von "einer Fülle formaler Fehler" und "schwerwiegenden Verletzungen der Regeln guter wissenschaftlicher Praxis" schreiben.
"Massive Regelverletzung"
Einer der Experten sei sogar überzeugt, man müsse dem VP-Landesrat den Titel aberkennen. Er sei "zur Überzeugung gelangt, dass man die Promotion aberkennen sollte. Eine derart massive Regelverletzung erlaubt meines Erachtens keine andere Entscheidung".
Die Karl-Franzens-Uni wollte den Fall bislang nicht kommentieren. Man verwies auf das laufende Verfahren. In den kommenden Wochen wolle man über die mögliche Aberkennung entscheiden.