Überraschender Abgang beim Wiener Staatsballett. Star-Solistin Rebecca Horner zog die Reißleine und hat das Ensemble auf eigenen Wunsch verlassen. Der Grund: Die gefeierte Tänzerin schlägt ein neues Kapitel auf und will sich für ihre eigenständigen künstlerischen Projekte Zeit nehmen.
Horner war über viele Jahre hinweg ein prägendes Gesicht des Ballett-Ensembles. Seit 2007 war die Tänzerin am Wiener Staatsballett engagiert – ab 2017 zog sie als gefeierte Solistin das Publikum in den Bann. Jetzt verabschiedete sie sich.
Ob als Potiphars Weib in John Neumeiers Josephs Legende, als Königin von Babylon in Alexei Ratmanskys Kallirhoe, oder zuletzt als Kaiserin Maria Theresia in Thierry Malandains Marie Antoinette an der Wiener Volksoper: Fast zwei Jahrzehnte lang prägte die Solotänzerin die Wiener Kulturszene mit ihrer Ausdruckskraft und künstlerischen Sensibilität.
Für ihre Arbeit wurde sie mehrfach ausgezeichnet – unter anderem mit dem Fanny-Elßler-Ring, einer der höchsten Ehrungen für Tänzerinnen mit besonderer Ausdruckskraft. Auch das Staatsballett würdigte ihre Leistung und bedankte sich bei Horner für die Zusammenarbeit.
Ganz vorbei ist es allerdings noch nicht: Ballett-Fans dürfen sich freuen, denn ab 6. Februar wird Horner als Gast in die Volksoper Wien zurückkehren und für zwei Monate in die Rolle der Madame du Barry in Thierry Malandains Marie Antoinette schlüpfen.