Acht Jahre Haft für Frau, die sich beim Sex als Mann...

Eine 25-jährige Frau hat sich bei ihrer Freundin zwei Jahre lang als Mann ausgegeben - und hatte sogar zehnmal Sex mit ihr. Dank künstlichem Penis und Augenbinde soll die Betrogene erst etwas bemerkt haben, als sie einmal den Sichtschutz abnahm. Die Schwindlerin wurde am Dienstag im englischen Chester wegen Betruges und sexueller Nötigung verurteilt.

Gayle Newland GUILTY of sexual assault after pretending to ...
— Nicole Williams (@NcoleWilliams)

Eine 25-jährige Frau hat sich vor ihrer Freundin zwei Jahre lang als Mann ausgegeben - und hatte sogar zehnmal Sex mit ihr. Dank künstlichem Penis und Augenbinde soll die Betrogene erst etwas bemerkt haben, als sie einmal den Sichtschutz abnahm. Die Schwindlerin wurde im englischen Chester wegen Betruges und sexueller Nötigung verurteilt. Das Urteil regt auf, denn Gayle Newland muss acht Jahre in Haft.

Gayle Newland hat ihre Stimme verstellt und sich als Mann verkleidet, wenn sie sich mit ihrer ebenfalls 25-jährigen Freundin getroffen hat. Diese musste beim Sex eine Augenbinde tragen, sie trafen sich in einem Hotel in der englischen Stadt Chester und in der Wohnung des Opfers.

Zehnmal nicht aufgeflogen

Das Paar hatte über den Zeitraum von zwei Jahren insgesamt zehn Mal Sex. Dazu schnallte sich Newland einen künstlichen Penis um, die Klägerin will nichts bemerkt haben. Sie habe stets geglaubt, Gayle Newland sei ein Mann namens Kye Fortune, wie sich ihre Partnerin auf Facebook nannte.

Newland soll sich mit Bandagen den Oberkörper abgebunden, einen Wollhut und einen Badeanzug getragen haben. Auch einen Facebook-Account unter einem falschen Namen hat es gegeben. Das Pärchen hat sich online kennengelernt und hat oft miteinander telefoniert.

Streitet alles ab

Obwohl das Urteil eindeutig war, ist der Fall alles andere als klar. Die verurteilte Betrügerin bestreitet alles, ihr angebliches Opfer soll von Anfang an gewusst haben, dass sie "nur so getan hat". In Wirklichkeit sollen es nur sexy Rollenspiele gewesen sein und eine Augenbinde will sie auch nicht verwendet haben. Vor Gericht half alles nichts - Newland wurde zu acht Jahren Haft verurteilt. Als das Urteil verkündet wurde, schrie Newland und brach schließlich beim Weg aus dem Gerichtssaal zusammen.

Das Urteil regt auf, denn der Richter im Prozess verhängte bereits weit weniger drakonische Strafen in schweren Fällen. 2010 verurteilte er einen Pädophilen, der Sex mit vier 13-jährigen Mädchen hatte, zu vier Jahren und acht Monaten Haft. Ein Mädchen wurde schwanger, erlitt eine Fehlgeburt und verübte einen Selbstmordversuch. Ebenfalls von diesem Richter verurteilt: Ein Lehrer, der 24 Buben im Alter zwischen acht und 13 Jahren missbraucht haben soll - er erhielt im Vergleich 6,5 Jahre Haft.

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