Achtfach-Mama lehnt Impfung ab und stirbt an Corona

Amber Feltner wurde nur 37 Jahre alt.
Amber Feltner wurde nur 37 Jahre alt.Facebook / privat
Amber Feltner hatte aus Angst vor Nebenwirkungen die Corona-Impfung abgelehnt. Nach ihrem Tod appelliert ihr Mann nun an alle, sich impfen zu lassen.

Nur etwas mehr als eine Woche nach ihrer Aufnahme in einer Intensivstation ist Amber Feltner aus Cincinnati im US-Bundesstaat Ohio an den Folgen ihrer schweren Covid-Erkrankung verstorben. Die begeisterte Pfadfinder-Gruppenleiterin wurde nur 37 Jahre alt.

"Um 22.12 Uhr haben wir die beste Mutter der Welt verloren", schreibt trauernder Ehemann Travis am Dienstag auf Facebook. 19 Jahre war die beiden bereits verheiratet, haben gemeinsam acht Kinder im Alter zwischen 3 und 20 Jahren. 

"Völliger Albtraum"

"Nach Hause zu kommen, ist ganz anders, seit sie nicht mehr da ist", wird der trauernde Witwer in einem Bericht des Senders WLWT zitiert. "Aber ich weiß, dass sie wollen würde, dass wir uns aufrappeln und unser Leben weiterleben".

"Ich wünsche niemandem, das durchzumachen, was ich erleiden muss. Es ist ein völliger Albtraum", so Travis Feltner weiter. Während Amber gegen Covid ankämpfte, konnte er nur aus der Ferne zusehen – nur in ihren letzten Momenten durfte er zu ihr und ihre Hand halten.

Nur kurz vor ihrem Tod durfte Travis Feltner zu seiner sterbenden Ehefrau.
Nur kurz vor ihrem Tod durfte Travis Feltner zu seiner sterbenden Ehefrau.Facebook

"Lasst euch impfen"

Der tragische Verlust seiner Ehefrau hat seine komplette Einstellung zur Corona-Impfung geändert. Weil er vor Jahren einmal eine heftige Reaktionen auf eine Grippe-Impfung hatte, hatten weder er noch Amber sich gegen Corona immunisieren lassen.

Jetzt will er sich den Stich holen, sobald seine Frau bestattet wurde und appelliert an andere, es ihm gleichzutun. "Niemand sollte sowas durchmachen müssen", sagt er. "Bleibt gesund und lasst euch impfen."

Auch Kind positiv getestet

Via Facebook startete der Amerikaner einen Spendenaufruf, um die Behandlungskosten stemmen zu können. Der nun alleinerziehende Vater kämpft seit einem schweren Unfall vor einem Jahr, bei dem er von einem flüchtenden Verbrecher angefahren worden war, mit einer dauerhaften Behinderung. Mehr als 6.600 Dollar haben gute Samariter der Familie bereits gespendet.

Doch noch ist die Gefahr für seine Familie nicht vorbei. Auch eines seiner acht Kinder wurde positiv getestet, weist glücklicherweise aber bisher nur leichte Symptome auf. Wie das Virus in seine Familie gekommen ist, kann er sich nicht erklären.

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